Schulentwicklung: Schule – ein lebendiges Wesen

Ich benutze gerne Metaphern, um komplexe Zusammenhänge durch Bilder klarer zu bekommen.
Heute möchte ich Schule mit einem Baum vergleichen.

Bäume spenden uns Ruhe und Sauerstoff.

Auch Schule sollte den Kindern und Jugendlichen und den Pädagoginnen und Pädagogen und den Familien insgesamt Ruhe zum wachsen, zur Entwicklung und die gute Luft zum Leben spenden.

Bäume sind der Inbegriff des Lebens und der Veränderung.

Je nach Jahreszeit sieht ein Baum komplett anders aus.

Er steht fest, immer an seinem Platz, er symbolisiert Beständigkeit und Standfestigkeit, Halt und Sicherheit und dennoch verändert er sich je nach Jahreszeit und je nachdem auf welche Umweltbedingungen er trifft. Die gleiche Baumart kann an verschiedenen Standorten ganz unterschiedlich gut gedeihen und damit auch sehr unterschiedlich aussehen.
Das hast du sicher schon einmal gesehen, der prächtige Baum mit unzähligen Blättern stark und gerade gewachsen. Mit wenigen, aber großen und formschönen Früchten oder der Baum am Waldrand, vom Wind schief geweht. Mit wenigen Blättern, dafür schief in sich, behauptet er sich neben seinen geraden Artgenossen, die ihm den Raum nehmen.
Ich finde Bäume schön, die auf ihre eigene Art und Weise gewachsen sind. Unser Weihnachtsbaum ist immer ein wenig schief und damit auch besonders. Das gefällt mir und finde ich eher bereichernd, als störend.

Schule als ein Booster-Wachstumsort

Was sind die guten Bedingungen für Schule, die sie gut gedeihen und wachsen lassen. Mit festen Wurzeln im Boden, einem stabilen dicken Stamm, vielen Ästen, saftig grünen Blättern, schönen schmackhaften Früchten und einer Krone, die einen herrlichen Abschluss eines wunderbaren Lebewesens bildet?

Eine Schule, die die Basis für ein selbstbestimmtes Leben für die nachwachsende Generation legt.

In Verantwortung für den Einzelnen, für die Gemeinschaft und für die Umwelt?

Die Baummetapher

Wenn Schule ein Baum ist, dann sind die Wurzeln das Leitbild und die Werte.

Die Erde ist das pädagogische Konzept.

Der Stamm, der alles zusammenhält ist das „Wir“- das Miteinander, die Gemeinschaft.

Die Äste, weit verzweigt, sind die Bindungen und Beziehungen aller miteinander. Diese Beziehungen zeigen sich im Klassenrat, Schülerrat, Schulrat, Leitungsteam, Pädagogenteam, in allen Gremien der Zusammenarbeit und in der Kommunikation.

Die Blätter sind die pädagogische Umsetzung. Zum Beispiel das freie Lernen, die Altersmischung, die Projektarbeit, das Forschen und die Darbietungen und Referate.

Die Früchte sind die „Highlights“, die Dinge auf die wir alle stolz sind und wo wir merken: Ja, hier wächst etwas Gutes heran, hier findet Entwicklung statt.

Die Baumkrone schließlich ist die friedliche Gesellschaft, die sich bildet, wenn die Kinder und Jugendlichen stark und selbstbestimmt aufwachsen, im Einklang mit sich und ihren Stärken.
Satt und genährt. Und die Baumkrone bildet sich auch aus den Erwachsenen, die mit der Schule in Verbindung stehen.

So kann Schule ein richtiger Booster-Wachstumsort sein.

Nicht alle Schulen sind stattliche, gleichmäßig gewachsene Bäume

Man sieht Schulen, die als Baum nicht gleichmäßig gewachsen sind, die einen dicken Stamm, aber verkümmerte Wurzeln haben, oder deren Früchte die Äste bis auf den Boden hängen lassen und deren Stamm diese Früchte gar nicht tragen kann. Warum ist das so?

Auf die Nachhaltigkeit und das gute Fundament kommt es an.

Ja ein lebendiges Wesen braucht so einiges, um gut zu gedeihen und in der Komplexität der Schule alles im Blick zu halten und die Organisationsentwicklung gut zu begleiten gelingt den wenigsten.

Woran zeigt sich konkret die unausbalancierte, planlose Entwicklung?

Spürbar ist es zum Beispiel am hohen Krankenstand der Pädagogen, am überdurchschnittlich hohen Personalwechsel. Immer wieder verlassen Familien aus Unzufriedenheit die Schule, auch mitten im Schuljahr. Die Schulleitung ist überarbeitet, hat zu viel zu tun. Die Pädagogen stöhnen über Überforderung und die Schulentwicklung staut sich.
So brennen motivierte idealistische Pädagogen aus. Das muss aber nicht sein! Und das soll auch nicht sein!

In vielen Schulen ist einiges gut entwickelt, die wenigstens sind in allen Entwicklungsbereichen richtig gut aufgestellt.

Die Investition von Zeit in die nachhaltige Entwicklung der Schule ist vielfach richtig eingesetzt.

Jede Zeiteinheit, die in die gute Fundierung der Schule investiert wird, lohnt sich auf lange Sicht vielfach. Wenn ein Teamtag dafür genutzt wird, ein Leitbild zu erarbeiten, sind die Wurzeln des Baumes sicher verankert. Wenn dieses Leitbild schriftlich fixiert wird, in der Schule aufgehängt wird, jedem neuen Mitarbeiter und auch den neuen Eltern gegeben wird und immer wieder darüber gesprochen wird, dann hat die Schule richtig gute Wurzeln, die auch bei Wind und Wetter, bei Konflikten und in Krisen sehr gut dasteht, weil sie vorbereitet ist.
Wenn die Werte klar sind und man sich auf einer gemeinsamen Grundlage bewegt, wächst das gegenseitige Verständnis und bei Neueinstellungen können gezielt Erwartungen formuliert werden.

Das macht im Alltag einen riesigen Unterschied.

Wenn Pädagogen und Leitung einen vollen Werkzeugkasten pädagogischen Wissens und pädagogischer Tools zur Verfügung haben, der gemeinsam immer wieder aktualisiert und erweitert wird, dann entsteht eine gemeinsame Ebene der Professionalisierung, Motivation und Leichtigkeit. Das Arbeiten wird klarer und ruhiger.
Wenn es einen Kommunikationsleitfaden gibt, der genau festlegt, wie, wer mit wem worüber spricht, dann erreicht man Klarheit, Synergien und nimmt auch kommunikativ schwächere Pädagogen (ja, die gibt es :)) an die Hand und schützt sie vor Überforderung.
Wenn die Struktur der Teamsitzungen, der Vor- und Nachbereitung gut geregelt ist, dann werden Besprechungen zu Motivationskicks.
Wenn die Aufgaben und Verantwortungen klar geregelt sind, bliebt genug Kraft übrig, um aktuelle Themen zu erledigen, um auf überraschendes entsprechend zu reagieren.

Selbstbewusst und klar wird der Stamm, das „Wir“ gestaltet und gelebt.

Neue Menschen sind leicht einzufügen und zahlreiche bunte Blätter wachsen am Baum. Denn diese brauchen die Grundlage des gemeinsamen Verständnisses, damit eine gute Entscheidungsgrundlage da ist, welche Blätter immer da sind und welche zusätzlich dazukommen dürfen.

Bäume machen komplizierte Dinge. Sie wandeln Kohlendioxid in Sauerstoff um und dafür brauchen wir sie dringend. Sie sind also wichtig für uns.
Auch Schule ist sehr wichtig für uns. Nach der Familie, die die Keimzelle der Gesellschaft ist und die wichtige Grundlage für das Lernen legt, schafft sie im Anschluss an den Kindergarten für viele Jahre ein Umfeld für das Kind und dann für den Jugendlichen, indem wachsen, sich verändern, dazulernen und sich als Persönlichkeit zeigen eine runde Ergänzung findet durch die Gemeinschaft.

Die Kinder und Jugendlichen fühlen sich als Teil einer Gemeinschaft, die sich wahrnimmt, die sich gegenseitig unterstützt und die ein Geben und Nehmen ist.

Auch die Pädagogen sind Teil dieser Gemeinschaft. Man fühlt sich miteinander wohl. Jeder ist wie er ist, wird in seiner Individualität akzeptiert und die Gemeinschaft gibt Halt, Heimat, den Ort eben, wo man hingehört.

Und die Eltern gehören natürlich ebenfalls dazu, zu diesem Wachstumsort, denn Elternschaft bedeutet Persönlichkeits-Wachstum und Familie findet in der Schule Ergänzung, Unterstützung und Gemeinschaft.

Beziehungsorientiert und in gegenseitiger Wertschätzung.

Dabei sollte Schule immer wieder überlegen, wie der Boden zusammengesetzt werden sollte, damit jeder einzelne Mensch an der Schule sich authentisch in seiner Einzigartigkeit zeigen kann.

Schule sollte ein Booster-Wachstumsort sein.

Für die Kinder und Jugendlichen und genauso für die Pädagogen und Eltern.
Und so einen Ort ist zu gestalten, kann so richtig Spaß machen.
Bindungsorientierte Pädagogik, freies Lernen, klare Mitbestimmungs- und Gestaltungsräume für ALLE und eine altersentsprechende, inklusive, jahrgangsgemischte Pädagogik mit kompetenzorientierten, individualisierten Feedbackformaten.
Das könnte ein passender Rahmen sein.
Damit Schule die Basis legen kann für ein selbstbestimmtes Leben.

Ist das nicht eine richtig tolle Vision, in die es sich lohnt zu investieren?
Ich finde ja.

Sandra Schumacher
Wunder. Fliegen. Weiter.

Echte Montessori-Freiarbeit, so funktioniert sie

Im Zimmer der jahrgangsgemischten Lerngruppe (1-4) von der ich heute erzählen will, herrscht konzentrierte Ruhe. 22 Kinder arbeiten am Boden, auf dem großen roten runden Teppich in der Raummitte, auf einer Bank am Fenster und an Tischen.

Wie beschreibt man diese besondere Atmosphäre? Wie fängt man die energiegeladene Konzentration ein?

Ich versuche es mal durch die genaue Beschreibung:

Ganz vertieft und konzentriert sind die Kinder bei der Arbeit mit verschiedenen Materialien an unterschiedlichen Themen und vielfältigen Aufgaben.
Zwei kleine Jungs rechnen mit blauen, grünen und roten Perlen und schreiben ihre Lösungen mit Farbstiften der gleichen Farbe auf.
Drei verschieden alte Mädchen sitzen an einem Tisch: Abwechselnd liest ein Mädchen einen Satz von einer Karte ab und die anderen beiden antworten. Es geht um den Lebensraum von Steppentieren.
Eine gemischte Gruppe Mädchen und Jungs verschiedenen Alters ist gerade mit geometrischen Körpern in den Nebenraum gegangen: Durch die Glastüre sehe ich, dass sie die blauen Holzkörper sortieren und sich dabei angeregt diskutierend unterhalten.
Drei Kinder sitzen für sich alleine. Zwei schreiben einen Text ab. Ein Kind hält Notizblätter in der Hand, auf denen Text und bunte Bilder zu sehen sind und murmelt frei sprechend vor sich hin. Es übt einen Vortrag, den es am Ende der Freiarbeit vor einer großen Kindergruppe halten wird.
Eine Lernbegleiterin sitzt mit sechs Kindern an einem Tisch im hinteren Raumdrittel. Sie gießt verschiedenfarbiges Wasser in große und kleine Glasgefäße. Eine Waage, ein Thermometer, eine große Schale mit Eiswürfel und ein Wasserkocher stehen bereit und es geht wohl um die Dichte des Wassers.

Eine weitere Lernbegleiterin sitzt am Teppich neben zwei Jungen, die Modelle mit verschiedenen Gesteinsformen befühlen.
Es klappert und brummt. Es murmelt und tönt. Es blättert und plätschert.

Sieht so eine typische Freiarbeitssequenz aus? Ja! Und es fasziniert mich, wie entspannt und gleichzeitig konzentriert die Atmosphäre im Raum ist. Wie viel das Auge entdecken kann und wie strukturiert dennoch das Gesamtszenario wirkt. Fast mühelos scheint diese Konzentration entstanden zu sein und das Zusammenspiel der verschiedenen Aktivitäten nebeneinander, scheint ergänzt durch ein übergreifendes, ineinander verzahntes Miteinander.

Der runde Teppich, der in Montessori-Schulen in jedem Zimmer zu finden ist, ist wohl das Erkennungsmerkmal dieser Reformpädagogik und auch das reichhaltige Arbeitsmaterial, das in den zahlreichen Regalen an drei Wänden des Raumes zu finden ist, fällt auf. Es ist vorwiegend aus unbehandeltem Holz und wirkt sehr klar, strukturiert und ansprechend auf den Betrachter.

Insgesamt strahlt der Raum eine gemütliche Atmosphäre aus. Strukturiert und reichhaltig. Man merkt, dass hier Arbeit im Prozess aufbewahrt wird. In einer Zimmerecke stehen zum Beispiel zusammengerollte Plakatrollen in einem umfunktionierten Papierkorb. Auf einem Regalbrett stehen Petrischälchen mit verschieden farbigen Flüssigkeiten, die auf den nächsten Arbeitsschritt warten.
Mich erinnert der Raum an ein Labor, das zu vielfältigen Forschungsaktivitäten einlädt und dieser Eindruck wird verstärkt durch die verschiedenen Tätigkeiten, die zu beobachten sind.

So reichhaltig und vielfältig kann Lernen sein!

Konkret, abstrakt, praktisch, theoretisch, kompliziert und ganz einfach.

Verschieden, einfach so wie jedes dieser Kinder, die man auch Schüler nennt. Hier fällt mir ein Zitat von Gerald Hüther ein, dem bekannten deutschen Neurowissenschaftler, der das gehirngerechte Lernen zu seinem Thema gemacht hat: „Kinder agieren wie Kinder, nicht wie Schüler.“

Und das nimmt die Montessori-Pädagogik ernst. Sie schafft eine forschende Lernatmosphäre, in der das Kind auf seinem jeweiligen Interessens- und Wissensstand forschend lernen kann. Einfach super, weil absolut gehirngerecht. Das Kind ist Kind, so einfach ist es, wenn es darum geht „die angeborene Lust am Entdecken und am gemeinsamen Gestalten“ (Zitat Gerald Hüther) zu bewahren und als Ausgangspunkt für ein nachhaltiges und qualitativ hochwertiges Lernen zu nehmen. Dieses Prinzip hat Maria Montessori als fortschrittliche Naturwissenschaftlerin bereits vor 100 Jahren erkannt und die heutige Aktualität ist offensichtlich. Absolut stärkenorientiert und voll Vertrauen in die kreative und machtvolle Gestaltungskraft des Kindes! Die Montessori-Pädagogik nimmt die kindlichen Ideen und Fragen ernst und begleitet die Kinder respektvoll zu selbst gefundenen Antworten.

Viele Erwachsene, denen ich von der Montessori-Pädagogik erzähle, sagen: „Hätte ich nur selbst so entdeckend lernen können, dann wären mir viele Zusammenhänge klar geworden.“
Ja, das finde ich auch.

Sandra Schumacher
Wunder- Fliegen. Weiter.

Ist Schulleitung was für mich?

Fragen stellen

Machst du dir Gedanken über deine persönliche Weiterentwicklung?

Überlegst du dir dich auf eine Schulleiterposition zu bewerben, oder auf eine Stelle in der erweiterten Schulleitung?

Dann fragst du dich vielleicht Folgendes:

Habe ich Führungsqualitäten?

Bin ich geeignet für einen Leitungsjob?

Bringe ich die entscheidenden Fähigkeiten und Voraussetzungen mit?

Erkennt man das gleich und wenn ja woran? Was denken die Kollegen darüber, würden Sie mich in einer Führungsrolle akzeptieren und unterstützen?

Wenn du diese Gedanken machst, ist folgende Information für dich wichtig:

Führungsqualitäten kannst du lernen und du kannst dich heute für sie entscheiden.

Das klingt zu einfach, um wahr zu sein?

Ja und nein, denn sich auf die einfachen Dinge zu konzentrieren und konsequent an ihnen festzuhalten, das schaffen die Besten. Leichter scheint es manchmal zu sein, es sich kompliziert zu machen, also bleibe konsequent dabei!

Ich sage es noch einmal, deine Entscheidung für eine Führungsrolle ist entscheidend. Und damit entscheidest du dich dafür dich zu verändern, nämlich Neues dazuzulernen und dein Mindset zu entwickeln. Das sollte dir klar sein. Das gehört zum Gesamtpaket!

Und dann geht es einfach um die Aneignung von Eigenschaften:

Folgende acht Eigenschaften sind für eine gute Führungspersönlichkeit entscheidend. Wenn du dir diese aneignest, hast du die besten Chancen eine wirklich erfolgreiche Führungspersönlichkeit zu werden. Deine Mitarbeiter werden dich respektieren und dir freundlich begegnen, denn sie fühlen deine Engagement für die Sache und deine tiefe Verbundenheit mit Ihnen.

1. Stelle die richtigen Fragen

Konzentriere dich darauf die richtigen Fragen zu stellen und suche die Antworten überall in und um dich herum. Sauge die Erfahrung anderer in dich auf und nutze sie für dich, statt selbst zu warten bis du die Antworten kennst.

Fragen stellen

2.  Sei bereit Fehler zu machen

Mutiges Vorangehen ist wichtig, damit du als Führungskraft wahrgenommen und respektiert wirst. Probiere Dinge aus, sei bereit Neuland zu betreten und finde heraus was funktioniert, indem du immer wieder aufmerksam deinen Kurs anpasst.

Werde also sichtbar, mach dich angreifbar und zeige Stärke, aber auch Schwäche.

Mache jeden Fehler genau ein Mal und lerne daraus.

3. Schaffe Transparenz

Kenn deine Werte und dein Warum und sprich ununterbrochen darüber. Dann das schafft Transparenz und deine Entscheidungen werden klar und konsequent wahrgenommen, weil sie es sind!

4. Sei empathisch und ein guter Zuhörer

Als Führungskraft hören dir alle zu. Das bedingt die Rolle. Aber eine gute Führungskraft ist ebenfalls ein guter Zuhörer und verarbeitet genau was sie hört. Das schafft ein wertschätzendes Klima und gibt deinen Mitarbeitern das Gefühl Gesehen zu werden. Fühle dich dabei in das Gegenüber ein und höre aktiv zu. Gewöhne dir also Sätze, wie folgende an: „Habe ich das richtig verstanden, dir ist….wichtig? Stimmt es, dass du…brauchst? Fühlst du dich im Moment…, habe ich das richtig wahrgenommen?

5. Sprich Irritationen sofort an

Wenn dich das Verhalten deiner Kollegen, Eltern, des Vorstand oder von Kindern und Jugendlichen irritiert, weil du es als abweichend wahrnimmst von dem, was ihr für euch als gut und richtig vereinbart habt, dann sprich möglichst sofort darüber und teile deine Wahrnehmung respektvoll und gleichwürdig mit. Dabei hilft es dir vielleicht, dir passende Sätze zurechtzulegen, wie zum Beispiel: „ Ich verstehe deine wütende Reaktion nicht, wir sind hier geduldig und respektvoll miteinander. Ich nehme dich gerade anders wahr. Bitte verändere das, oder „Es fällt mir gerade schwer deine Meinung nachzuvollziehen. Bitte gib mir dazu die Zeit, die ich brauche. Lass und morgen in Ruhe darüber sprechen.“

6. Hilf anderen, wo du kannst

Lege dir eine unterstützende Grundhaltung zu. Sei hilfsbereit und offen für die Fragen und Probleme deiner Mitarbeiter. Sehe diese Beratungsgespräche, ob zwischen Tür und Angel am Morgen, in der Pause im Lehrerzimmer oder mit Termin und geplanter Zeit in deinem Schulleiterzimmer als deine Kernaufgabe an, die du gerne und mit Zuneigung machst.

7. Priorisiere klar und SMART und sei jederzeit bereit Aktuellem den Vorrang zu geben,

lege einen klaren Rahmen fest, der deinen Mitarbeitern in deinem Sinne zur Entscheidung führt, womit sie dich sofort stören müssen, was sie jederzeit selbst regeln können und worüber ihr eine kurze Information benötigt

8. Schaffe eine Wissens- und Lernkultur

Sauge Wissen auf, sehe dich selbst als wahrer Wissensschwamm. Lies alles was dir zu Bildung und Schule, zu Pädagogik und Lernen in die Hände fällt. Bilde dir deine eigene Meinung. Setze das Gelesene in Beziehung zueinander und zu den Zielen deiner Schule.

Rede wo du nur kannst über aktuelle pädagogische Entwicklungen, über fachliche Gedanken, die dich gerade beschäftigen und rege das Diskutieren an.

Sammle Themen, über die deine Kollegen wenig Wissen haben, bringe sie in eine Reihenfolge der Wichtigkeit und präsentiere sie in gut verarbeitbaren Portionen oder lade kompetente Gastredner ein.

Was noch hilft:

Humor: Eine gute Prise Selbstironie, sich selbst nicht so ernst zu nehmen hilft einfach.

Über den Tellerrand zu schauen: reisen und Reisende einladen.

Und wenn du Lust bekommen hast, eine konkrete Transformation deiner Selbst anzugehen, weil das einfach absolut cool ist und so viel Sinn macht, dann hilft es, Kontakt zu mir auszunehmen!

Sandra Schumacher

Wunder. Fliegen. Weiter.