Hast du zu viel auf dem Zettel?

Delegieren von Aufgaben ein Win-Win?

Immer wieder merke ich in Gesprächen mit Schulleiterinnen oder auch mit Schulgründer*innen oder Vorständen, dass das Delegieren von Aufgaben einen sehr schlechten Ruf hat

Empfindest du es auch so, dass du, wenn du Aufgaben abgibst an deine pädagogischen Mitarbeiter*innen,  deinen Kolleginnen und Kollegen, du die Aufgaben abwälzt oder sogar den Anderen aufdrückst?

Dann lies unbedingt diesen Artikel, denn delegieren ist so viel mehr, als nur Aufgaben loswerden.

Die Vorteile der Delegation von Aufgaben:

  • die Entwicklung von mehr Eigeninitiative 
  • eine höhere Arbeitszufriedenheit und dadurch ein besseres Arbeitsklima 
  • höhere Identifikation mit der Einrichtung 
  • mehr Motivation, Gesehenwerden und Anerkennung
  • die Entwicklung einer höheren Bereitschaft eigenverantwortlich und selbständig zu arbeiten 
  • eine größere Identifikation mit den gemeinsamen Zielen

Und außerdem bleiben Mitarbeiter*innen, denen mehr verantwortungsvolle Aufgaben übertragen werden, länger an der Schule.

Das Delegieren von Aufgaben ist also ein kraftvolles Instrument, um dein pädagogisches Team zufriedener zu machen und euch stärker miteinander zu verbinden und jeden Einzelnen einfach selbstverantwortlicher und verantwortungsvoller werden zu lassen. Ein richtiger Möglichkeitsraum, eine Chance, dass etwas Neues entsteht.

Zusammenarbeit ist stark!
Zusammenarbeit ist stark!

Das macht Spaß und motiviert.

Schweißt zusammen und inspiriert.

Delegieren ist einfach ein richtig starkes Tool, um stark miteinander die Sachen zu bewältigen.

Das Delegieren von Aufgaben ist besser als sein Ruf.

🌱 Das Fragen nach Hilfe ist magisch und kreiert einen Lösungsraum, der beteiligt und verbindet, ergänzt und entlastet.

💡 Er ist also nicht nur besser, sondern sogar viel besser! 💡

🌱 Und gerade wenn ihr wenig(er) Hierarchie haben wollt, zugunsten von mehr Eigenverantwortung, dann lohnt es sich zu beginnen und nach und nach ein vernetztes System, statt ein hierarchisches System einzuführen.

🌱 Erste Erfolge, auch wenn sie klein sind zu feiern, ebnet den Boden für Größeres und übt die große Transformation bereits im Kleinen.

Wenn du mein Buch noch nicht gelesen hast “Mach dir die Schulleitung, wie sie dir gefällt. DEINE PERSÖNLICHKEIT MACHT DEN UNTERSCHIED” , möchte ich es dir an dieser Stelle empfehlen, denn im Kapitel “Den besten Menschen für eine Aufgabe finden”, gehe ich ausführlicher und mit konkreten Beispielen auf dieses Thema ein.

Doch woher kommt dieser schlechte Ruf?

Warum begegnet mir oft so ein richtiges Sträuben gegen das Abgeben der Aufgaben ins Team?

Tatsächlich gelingt das Delegieren in 80% der Fälle nicht, oder teilweise nicht! Das hängt an verschiedenen Faktoren und ich drehe es positiv und erzähle die Punkte, die du beachten solltest, damit es DIR gelingt:

Beachte folgende Punkte und du gehörst zu den 20 % der Menschen, denen es gelingt, erfolgreich zu delegieren:

Was ist beim Delegieren von Aufgaben wichtig?
  1. Die Aufgabe sollte zur Person passt, die die Aufgabe übernehmen soll oder möchte. Wenn es zum Beispiel um organisatorische Aufgaben geht, sprich eine Person an, die gerne organisiert. Wenn es um eine strukturierende Aufgabe geht, oder eine Aufgabe, die gute kommunikative Fähigkeiten benötigt, ist es sinnvoll eine Person zu wählen, die an diesen Themenfeldern besonders viel Freude hat und/oder schon Vorwissen oder Vorerfahrungen mitbringt.  
  2. Die Aufgabe sollte gut machbar, aber auch herausfordernd sein. Um diesen Punkt gut im Vorfeld einschätzen zu können,  ist es sinnvoll die Aufgabe genau zu umschreiben und die Erwartung gut nachvollziehbar zu formulieren. 

Ob es sich bei der zu delegierenden Aufgabe um einfache Kopierarbeiten handelt oder um komplexe mehrschrittige Prozess, wie z.b. die Implementierung eines pädagogischen Konzepts in den Stundenplan, immer ist es wichtig, dass die einzelnen Schritte genau besprochen werden. Das gibt Sicherheit und diese Sicherheit ist die Basis für die Zufriedenheit auf beiden Seiten. Es geht also um eine klare Erwartungsklärung. Die ist elementar wichtig!

Ja, das kostet erst mal Zeit, stimmt und das gehört zur Delegation dazu und führt mich zum nächsten Aspekt:

  1. Nimm dir in Ruhe Zeit, um die einzelnen Schritte zu besprechen, überlege dir auch genau den Zeitrahmen: Bis wann soll die Aufgabe erledigt sein, wie genau sieht das Ergebnis dann aus, wie kommuniziert ihr miteinander, wenn Zwischenschritte erreicht sind, oder erst ganz am Ende? Wer muss befragt oder eingebunden werden, weil er oder sie noch weiteres Wissen hat? Wer muss informiert werden, weil diese Arbeit eingreift in die Arbeit des anderen? Und, und, und…
  2. Nutze das Prinzip der Freiwilligkeit und frage einfach, wer diese Aufgabe übernehmen möchte. Es meldet sich niemand? Dann nimm dir Zeit, um dir deine Kolleg*innen vor das innere Auge zu holen. Geh sie einzeln durch und überlege, wen du passend findest, für die Aufgabe. Bei wem resoniert deine innere Stimme. Sprich diese Personen dann persönlich an und du wirst sehen, dass diese Wertschätzung wahrgenommen und geschätzt wird. Und du hast die passende Person gefunden!

Und ganz wichtig ist es, dass Du die Aufgabe auch abgibst.

Ganz bewusst.

Denn eine andere Person erledigt die Aufgabe nicht genau wie du, sondern auf ihre eigene Art und Weise. Und das ist gut so!

Damit Menschen wachsen 🌱 brauchen sie respektvolle Aufgaben.

Das ist ein wichtiger Baustein der Führung von Menschen, die zum Ziel hat, dass jede*r sein Potenzial entfaltet und zum Leuchten bringt.

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Es hilft einfach so wunderbar, gemeinsam auf deine individuelle Situation zu schauen.

Komm gut durch, meine Held*in der Schule,

Deine Sandra

von Wunder. Fliegen. Weiter.

©KristinaPopov