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Warum Ziele grundlegend wichtig sind für deinen Erfolg als Führungspersönlichkeit

Erfolgreich führen durch Ziele

Ich selbst habe mich lange gewehrt gegen Ziele.

Ich wollte mich nicht festlegen, lieber locker und frei sein.

Ziele verband ich mit dem Gegenteil.

Dann wurde ich Schulleiterin und merkte, wenn ich gut sein will, muss ich sorgfältig planen und Ziele setzen.

Da ich das wollte, also meinen Job gut machen, begann ich Ziele zu meinen besten Freunden zu machen.

Ziele formulieren macht erfolgreich und glücklich

Heute habe ich verstanden, dass Ziele essentiell wichtig sind, um ein glückliches Leben zu führen.

Jedenfalls so, wie ich Glück verstehe und für mich definiert habe.

Und jetzt der Reihe nach.

Was ist ein Ziel überhaupt? Ein Ziel ist ein angestrebter Zustand, der in der Zukunft liegt und der durch entsprechendes Verhalten erreicht werden sollte.

Ziele richten den Fokus aus

Ja das klingt ja ganz einfach und das ist es auch.

Sag, wo du hinwillst, fokussiere dich darauf, dort auch hin zu kommen und du hast deinen Kompass ausgerichtet. So einfach ist es.

Ziele zu formulieren braucht dann schon wieder etwas Übung, jedenfalls wenn man sie SMART formulieren möchte, was aus dem Projektmanagment kommt und absolut Sinn macht.

Ziele sollten SMART formuliert sein, was bedeutet das?

Das S steht für spezifisch, also genau formuliert.

Das M steht für messbar, man soll kontrollieren können, ob das Ziel erreicht wurde.

Das A steht für attraktiv, also motivierend für dich.

Das R steht für realistisch, also so gesetzt, dass du es auch erreichen kannst.

Das T steht für terminiert, also solltest du festlegen bis wann du dein Ziel erreicht hast.

Das kennen die Lehrer*innen unter meinen Lesern gut, denn so haben wir gelernt Lernziele zu formulieren. Ziele für andere festzulegen, halte ich persönlich für unsinnig. Vor allem Lernen kann ja nur der Mensch selbst. Von außen kann man nur günstige Bedingungen schaffen, aber das ist ein anderen Thema.

Zurück zum Thema Ziele setzen.

Bitte formuliere Ziele für dich, deine Arbeit, dein Team, deine Schule. Und du musst es ja nicht alleine tun, sondern gemeinsam in der erweiterten Schulleitung, mit dem pädagogischen Team und Strategieziele mit dem Vorstand.

gemeinsam formulierte Ziele geben Klarheit und wirken wie ein Windstoß im Rücken

Nur dann wirst du auch etwas erreichen und nur dann wirst du auch merken, dass du etwas erreicht hast.

Ziele schriftlich festhalten

Tue es schriftlich, denn es ist nachgewiesen, dass schriftlich formulierte Ziele sehr viel wahrscheinlicher erreicht werden.

Und jetzt wird es spannend und konkret, ich mache mal ein Beispiel für ein SMART formuliertes Ziel.

Konkretes Beispiel aus dem Kontext Schule

Vielleicht hast du das Gefühl, dass dein Team und du noch nicht so ganz am gleichen Strang ziehen und du findest es wichtig, daran zu arbeiten.

Du formulierst also folgendes Ziel:

Am Endes des Schuljahres 2020/21 haben mein Team und ich ein Wir-Gefühl.

Wir haben unsere Werte des Miteinanders in zwei Teamsitzungen im Herbst definiert.

Sie hängen für alle gut sichtbar, ansprechend gestaltet im Lehrerzimmer.

In jeder Teamsitzung sprechen wir kurz über die Umsetzung und über mögliche Herausforderungen, die wir mit der Umsetzung haben.

Viermal im Jahr machen wir eine gemeinsame Wanderung mit anschließendem Restaurantbesuch. Mindestens 50 % der Mitarbeiter*innen nehmen an dieser Wanderung durchschnittlich teil.

Die Leitung ist immer mit mindestens einer Person vertreten.

So, dann lass uns mal überprüfen, ob das Ziel tatsächlich SMART formuliert ist.

Ist dieses Ziel spezifisch? Ja, auf jeden Fall.

Ist es messbar? Ja, man kann die Agenda der Teamsitzung überprüfen, das Plakat im Lehrerzimmer sehen, die Zahlen der Teilnehmer können wir notieren und ganz konkret vergleichen mit den festgelegten Zahlen, es ist messbar.

Attraktiv? Das kann ich nicht entscheiden. Hier solltest du dir überlegen, ob das Ziel dich motiviert, also ob es positive Gefühle in dir auslöst. Und natürlich solltest du mit deinem Team über dieses Ziel sprechen und es gemeinsam mit den Menschen, die du ja zur Erreichung des Ziels brauchst anpassen, damit es für sie auch attraktiv ist.

Ist das Ziel realistisch? Ich denke schon. Zwei Teamsitzungen und vier Socialevents erscheinen mir machbar. Aber das weißt du natürlich besser und solltest es vor deiner Erfahrung mit deiner Einrichtung überprüfen.

Terminiert ist das Ziel auf jeden Fall, denn am Ende des Schuljahres 2020/21 sollte es erreicht sein. Zu diesem Zeitpunkt sollte es dann auch überprüft werden und du kannst überlegen, ob dieses Ziel nun durch ein neues Ziel ersetzt wird, oder ob du es veränderst und noch weiter daran arbeitest.

Ziele formulieren, als wären sie schon Realität

Bei meiner Arbeit mit zahlreichen Menschen in der Schule ist mir immer wieder begegnet, wie schwer es Pädagog*innen fällt die Ziele so zu formulieren, als wären sie schon eingetreten.

Deshalb möchte ich kurz erläutern, warum es so wichtig ist, das zu tun.

Vergleiche mal die beiden Formulierungen des gleichen Ziels:

– Wir werden die Inklusion auf alle Lerngruppen unserer Schule ausdehnen

– In jeder Lerngruppe unserer Schule gibt es mindestens ein Kind, das inklusiv beschult wird.

Welche Formulierung ist kraftvoller, hat mehr Zug, hin zur Zielerreichung?

Eindeutig die zweite. Genau.

Und eine kraftvolle Formulierung, die das Ergebnis bereits enthält ist sehr wichtig, denn unser Gehirn kann sehr gut mit Realitäten mitgehen, die noch gar nicht da sind, oder die es nur vermeintlich gibt. Damit du dein Gehirn als Unterstützer auf deiner Seite hast, ist eine Formulierung nötig, die ein konkretes Bild in deinem Kopf erscheinen lässt.

Das ist ein sehr kluger Trick auf den du nicht verzichten solltest.

Ziele auf jeden Fall schriftlich formulieren

Ich sage es noch einmal:

Setz dich also bitte hin und formuliere deine Ziele. Schreibe sie auf. Am besten deine persönlichen Ziele und deine berufliche Ziele.

Du lädtst damit mehr Fokus in dein Leben ein und damit auch mehr Glück.

Es macht deine Entwicklung greifbarer.

Es gibt dir das Gefühl, dass du weißt wofür du tagtäglich aufstehst.

Es gibt deinem Leben mehr und greifbareren Sinn.

Und es erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass du da ankommst, wo du hinwillst. Weil du eine Richtung einschlägst, einen Kompass einstellst, in welche Richtung dein Lebensschiff segelt.

Das ist keine neue Erkenntnis und dennoch sollten wir uns immer wieder daran erinnern und zwar nicht nur zum Jahresende, sondern regelmäßig über das ganze Jahr verteilt, immer wieder.

Deine Ziele sollten dir täglich präsent sein.

Und du solltest deine Ziele regelmäßig anpassen, zum Beispiel indem du dir viermal im Jahr ein festes Zeitfenster für das Durchchecken deiner Ziele frei hälst.

Better done than perfect

Wenn du sie aufschreibst und in einer Schublade verschwinden lässt, ist das schon besser, als dir gar keine Gedanken darüber zu machen, welche Ziele du mit deinem Leben verfolgst.

Dennoch ist eine regelmäßige Beschäftigung mit deinen Zielen gut und wichtig.

Wie wäre es mit diesem Ziel: Ich habe zum Ende des Jahres 2020 drei persönliche und drei berufliche SMARTE Ziele formuliert und sie schriftlich festgehalten?

Das wäre doch mal ein Ziel, oder?

Alles Liebe für dich und deine Zielerreichung

Sandra Schumacher

Wunder. Fliegen. Weiter.

Konflikte zwischen Schulleitung und Lehrer

Warum du Konflikte unbedingt ansprechen solltest und wie du die Eskalation verhindern kannst

Überall wo Menschen zusammen arbeiten entstehen Konflikte. Das ist etwas ganz normales und gehört zum Zusammensein mit dazu.

Ein Konflikt entsteht, wenn Menschen unterschiedliche Interessen, Meinungen oder Wertvorstellungen haben.

Konflikte sind unvermeidbar. Das WIE ist entscheidend!

Konflikte müssen, ja müssen (obwohl ich das Wort sonst gar nicht mag) angesprochen werden.

Sonst verfestigen sie sich und belasten die Atmosphäre.

Unangesprochene Konflikte können das Miteinander sogar richtiggehend vergiften.

Konflikte zwischen Mitarbeiter*innen und Führungskraft

Zwischen Mitarbeiter*innen und Führungskraft entstehen besonders gerne Konflikte.

Gründe

Gründe für Konflikte zwischen Schulleitung und Lehrer*innen gibt es unzählige.

In der folgenden Übersicht habe ich eine Liste erstellt, die einen ersten Überblick gibt.

Denkbare Gründe für Konflikte zwischen Lehrer*innen oder insgesamt dem pädagogischen Personal und der Schulleitung:

– Fortbildung wird nicht genehmigt

– verschiedene pädagogische Ansätze oder Meinungen

– fehlende Anerkennung oder das Gefühl der fehlenden Anerkennung

– zusätzliche Aufgaben sollen übernommen werden, wie zum Beispiel Vertretung oder die Organisation von Veranstaltungen

– Stundenplanwünsche werden nicht berücksichtigt, oder werden vermeintlich nicht berücksichtigt

– vermeintlich richtiges Verhalten wird kritisiert

– verschiedene Sichtweise zur Kultur des Miteinanders

– fachfremder Unterricht soll erteilt werden

– Leistungsbereitschaft des Lehrers passt nicht zu den Erwartungen der Führungskraft

– Sonderurlaub wird nicht genehmigt

Und so weiter und so weiter…

Es ist mir wichtig, Klarzustellen, dass die Schulleitung mehr Macht hat Konflikte zu beenden, als der Lehrer, oder die Lehrerin.

Das ist wichtig zu wissen und wenn man ein bisschen darüber nachdenkt ist es ja auch klar.

Wenn ich in der Hierarchie weiter oben stehe, bin ich in einer sehr souveränen Situation. Ich kann großzügig sein und auf meine Mitarbeiter*innen zugehen, ohne etwas zu verlieren, da ich generell mehr Handlungs- und mehr Entscheidungsspielraum habe.

Und jetzt kommt ein dickes ABER.

ABER nur dann, wenn ich nicht in der Einbahnstraße leite.

Was meine ich damit? Wenn ich mich nicht als der Bestimmer sehe und ich nicht täglich und ständig unter Beweis stellen muss, dass ich hier die Leitung bin und deshalb mehr weiß, als alle anderen.

DER Schnelltest für dein Leitungsverständnis

Dieses Leitungsverständnis ist antiquiert und findet man an (freien) Schulen auf keinen Fall, sagst du jetzt?

Doch, man findet es, es ist noch nicht ausgestorben und wenn du diesen Text liest und Leitung bist, habe ich einen Schnelltest für dich.

Stell dir einfach mal ganz offen und ehrlich folgende Frage: „Habe ich den Anspruch an mich die klügste Person im Raum zu sein?“

Wenn du jetzt nein sagst, natürlich nicht, ich verstehe den Kontakt mit anderen Menschen als Austausch und Bereicherung. Wir wachsen zusammen. Mal weiß ich mehr und mal weiß der andere mehr. Meine Leitungsrolle ist eine Funktion. Sie gibt mir andere Verantwortungen. Sie bedeutet überhaupt nicht, dass ich auf jede Frage eine Antwort haben muss. Dann gratuliere ich dir zu deinem differenzierten und respektvollen Leitungsverständnis.

Wenn du aber denkst, ja ich habe tatsächlich diesen Anspruch, jedenfalls ab und zu. Ich baue mir als Leitung diesen Druck selbst auf. Dann bitte ich dich das einfach nur wahrzunehmen und freundlich mit dir selbst zu sein und es anzuerkennen. Im nächsten Schritt kannst du es ja gerne ändern, wenn du das möchtest.

Ein Konfliktbeispiel

Und nun zu einem konkreten Konfliktbeispiel. Beispiele machen ein Thema einfach greifbarer. Ich habe es sehr ausführlich beschrieben, um wirklich die kompletten Konfliktebenen herauszuarbeiten:

Eine Schulleiterin, die ich coache erzählte mir von ihrem größten Konflikt mit einem ihrer Lehrer. Er liegt schon einige Jahre zurück und beschäftigt sie immer noch.

Folgendes ist vorgefallen: Die Schulleiterin besuchte den Unterricht dieses Lehrers.

Das ist etwas ganz normales und gehört zu ihrem Job.

Der Unterricht war nicht besonders toll. Der Lehrer sprach zu viel, die Einführung des Themas war viel zu lang und die Übungen waren zu wenig differenziert und vom Niveau her viel zu schwer.

Im anschließenden Reflektionsgespräch lobte die Schulleiterin die Beziehung des Lehrers zu den Schülern, die positive Arbeitsatmosphäre und die angenehme Lehrerpersönlichkeit des Kollegen.

Alle drei Aspekte fand sie aus ehrlichem Herzen heraus gut an dem Kollegen und dieser freute sich sehr.

Er fühlte sich von seiner Vorgesetzten gesehen und fing dann selbst damit an, seinen Unterricht zu analysieren.

Dabei deckte er fast alle kritischen Punkte auf, die die Schulleiterin auch beobachtet hatte und machte selbst Verbesserungsvorschläge.

Die Schulleiterin ergänzte ein wenig, musste aber eigentlich gar nicht mehr viel sagen.

Das Gespräch war sehr angenehm, die Beziehung zwischen den beiden wurde durch das Gespräch gestärkt und die Schulleiterin ging gut gelaunt zu ihrem nächsten Termin.

Sie war sehr zufrieden mit der Reflektionsfähigkeit des Lehrers und war durch das Gespräch zu der Überzeugung gelangt, dass der Lehrer tatsächlich bereit und auch in der Lage war, seinen Unterricht zukünftig zu verbessern und ein weiteres Beratungsgespräch war schon vereinbart.

Also alles erst einmal gut so weit. Kein Konflikt in Sicht.

Zwei Tage später bereitete die Schulleiterin eine Gesamtteamsitzung vor, an dem alle Lehrer*innen und sonstigen pädagogischen Mitarbeiter der Schule teilnehmen würden. Das waren um die 60 Personen.

Zum besseren Verständnis ist es wichtig zu wissen, dass gerade eine sehr zeit-und arbeitsintensive Stundenplanumstellung durch die Schulleiterin für die ganze Schule erfolgt war, weil sich die Lehrer*innen seit Jahren mehr Zeit am Stück für die Freiarbeit und das selbstorganisierte Lernen gewünscht hatten.

Sie beschloss also das Beispiel, dass sie im Unterricht des Lehrers vor zwei Tagen beobachtet hatte, aufzugreifen, weil ihr in den letzten zwei Tagen immer wieder voll Beunruhigung in den Kopf geschlossen war, dass vielleicht noch mehr Kolleg*innen ihren Unterricht so zeitineffizient gestalten und darin der eigentliche Grund für das ständige Gefühl der Pädagog*innen lag, zu wenig Zeit zu haben. Sie wollte den Unterricht vorstellen als ein Beispiel für schlechte Zeitnutzung.

Sie nahm also das Unterrichtsbeispiel auf die Agenda und bereitete mehrere Tipps vor, die leicht umsetzbar waren und den Lehrer*innen helfen würden den Kindern mehr Selbständigkeit beim Lernen zu geben.

Das war der Schulleiterin sehr wichtig und sie war sehr zufrieden mit ihrer Vorbereitung und freute sich richtig auf den Austausch mit ihrem Team.

Die Teamsitzung verlief dann aber ganz anders als gedacht.

Als die Schulleiterin das Beispiel erzählte nannte sie keinen Namen, doch als der Lehrer mitten rein fragte, ist das mein Unterricht, den du da als Beispiel anführst, bejahte sie das.

Mit hochrotem Kopf und knallender Tür verließ der Lehrer die Schulaula, in der das Treffen stattfand. Bevor er den Raum verließ schrie er mit sich überschlagender Stimme folgenden Satz in Richtung der Schulleiterin: „Gerade wenn man meint, es wird besser, wird man hier in die Pfanne gehauen.“

Perplex und tief berührt hielt die Schulleiterin inne.

Was war passiert?

Was hatte sie verpasst? Warum war er so abgerauscht?

Die Luft knisterte vor Unbehagen. Die Kolleg*innen rutschten unruhig auf ihrem Stuhl, keiner fühlte sich mehr wohl. Die Schulleiterin klärte noch ein paar organisatorische Dinge und beendete dann die Sitzung 30 Minuten früher als geplant. Heute war keine Diskussion möglich. Zum Abschluss sagte sie noch „Es tut mir sehr leid, dass das passiert ist, ich wollte den Kollegen nicht bloß stellen. Ich hoffe, dass ihr mir das glaubt.“

Was war passiert?

Sach- oder Beziehungskonflikt?

Man kann grundsätzlich zwei Konfliktarten unterscheiden: Den Sachkonflikt, in dem es um eine sachliche Meinungsverschiedenheit geht und den Beziehungskonflikt, der die Beziehung zum Thema hat.

In diesem Beispiel handelt es sich sicher um einen Beziehungskonflikt.

Denn von der Sache her kann man der Schulleiterin wenig Vorwürfe machen. Denn in der Sache, dass der Unterricht nicht optimal vorbereitet und durchgeführt war, waren sich Lehrer und Leitung ja einig.

Doch was war passiert?

Denke ruhig kurz darüber nach und fühle dich in die beiden Konfliktpartner, den Lehrer und die Schulleiterin ein. Gehst du mit einem der beiden in Ressoanz? Kannst du also eine Seite mehr verstehen als die andere? Warum ist das so? Denke auch mal über folgendes nach:

Wie könnte man nun diesen Beziehungskonflikt lösen?

Und wessen Aufgabe ist das? War der Lehrer nicht einfach etwas überempfindlich? Solle er sich nicht so anstellen? Oder wie könnte die Schulleiterin nun respektvoll mit dem Kollegen umgehen und wie könnte sich das ganze Kollegium, das ja Zeuge der ganzen Situation geworden war, sich positionieren? Oder besser raushalten? Ist das überhaupt möglich, wenn man doch bei so einem massiven Gefühlsausbruch mit dabei war?

Die 9 Konfliktstufen (nach Friedrich Gasl, Konfliktforscher)

Eine gute Gelegenheit die verschiedenen Konfliktstufen (nach dem Konfliktforscher Friedrich Glasl) an diesem Beispiel zu betrachten.

Der Ausbruch des Kollegen war die Stufe 1: Verstimmung, es kam zu Irritationen und zu Spannungen. In Stufe 2 kommt der Konflikt auf den Tisch. Es kommt zu einem offenen Streit. In diesem liegt die Chance den Konflikt zu lösen, wenn es gelingt eine konstruktive Auseinandersetzung zu führen. Das könnte ein offenes Gespräch zwischen dem Lehrer und der Schulleiterin sein, indem der Lehrer seine Bedürfnisse und Erwartungen offen liegt und die Schulleiterin offen und verständnisvoll zuhört.

Der Konflikt kann aber auch weiter eskalieren, wenn die Beteiligten sarkastisch werden, sich gegenseitig Vorwürfe machen oder zynisch werden.

Oder der Konflikt wird unter den Teppich gekehrt und eben nicht auf den Tisch gepackt. Es findet also kein klärendes Gespräch statt. Sondern man geht sich aus dem Weg und wenn man sich trifft bagatellisiert man die Sache „War nicht so wild“. Wenn das passiert und also die 2. und/oder die 3. Stufe übersprungen wird, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass der Konflikt zu einem späteren Zeitpunkt eskaliert. Zum Beispiel beim nächsten Konflikt, der mit dem ersten gar nichts zu tun haben muss.

Die 3. Stufe ist die der Taten statt Worte. Man geht wie gesagtder Auseinandersetzung aus dem Wege, macht Alleingänge und spricht sich nicht miteinander ab, obwohl das der gute Weg wäre.

In der 4. Stufe werden Koalitionen gebildet. Um sich psychisch zu entlasten, sucht man sich Verbündete. In unserem Beispiel wären das vielleicht die Kollegen, die nun gewollt oder ungewollt in den Konflikt hineingezogen werden. Die negativen Eindrücke werden gegenseitig ausgetauscht und verstärkt. „Fandest du es auch unmöglich, dass die Schulleiterin meinen Unterricht als schlechtes Beispiel vor allen ausgebreitet hat. So lasse ich nicht mit mir umgehen. Das findest du doch auch, oder?“

Hier hat die Schulleiterin schon etwas vorgebaut mit ihrem erklärenden und sich entschuldigenden Abschlusssatz in der Konferenz, aber ob das ausreicht spätere Allianzen zu verhindern, liegt daran, wie gut und damit wie belastbar die einzelnen Beziehungen der Schulleiterin zu den anderen Lehrer*innen ist. Ist sie zum Beispiel neu in ihrem Job und hatte noch nicht genügend Zeit zum Aufbau von persönlichen Beziehungen, hat sie weniger Chancen, als wenn sie schon 10 Jahr oder so Schulleiterin ist.

Danach beginnt die 5. Stufe. Die Stufe des Gesichtsverlusts, bzw. des Gegenangriffs. Nachdem man sich jetzt durch die Gewinnung von Verbündeten Rückendeckung geholt hat und damit das eigene Selbstbewusstsein gestärkt ist, legt man es darauf an das „wahre Gesicht“ des Gegenübers oder auch Gegners (auch wenn ich dieses Wort nicht gerne benutze, empfinden sich die Konfliktbeteiligten in dieser 5. Eskalationsstufe sicher eher als Gegner, als als einfache Gegenüber).

Man meint das wahre Gesicht des Gegners zu kennen und möchte, dass alle im Umfeld das auch zu sehen bekommen und begreifen, mit wem man es hier zu tun hat. „Der Lehrer ist so empfindlich, das wusste ich schon immer und ich habe noch mehr Beispiele, wo er wie ein kleines Kind rausgerauscht ist.“ oder aus Sicht des Lehrers: „Die Schulleiterin hat kein Gespür für Menschen. Sie bügelt über die Gefühle der Kollegen hinweg. Sie ist machthungrig und kalt.“ Hier reicht eine Entschuldigung nicht mehr aus. Die Verletzungen sind tief, das Vertrauen stark erschüttert.

Stufe 6 ist die Ultimatum-Stufe. Der Konflikt ist jetzt so eskaliert, dass mit aller Macht eine Veränderung herbeigeführt werden muss. Man hält es kaum noch aus. Zu diesem Zweck werden Ultimaten und Drohungen gestellt. „Drastische Konsequenzen werden folgen, wenn meine Forderungen nicht erfüllt werden.“ Ist ein für diese Stufe typischer Satz. Man schaukelt sich weiter gegenseitig hoch. Es kommt aber zu keiner Lösung. Der Lehrer könnte zum Beispiel damit drohen den Eltern der Schule mal zu erzählen was für eine Schulleiterin die Schule so hat. Die Verhältnismäßigkeit ist überhaupt nicht mehr gegeben.

Die Stufen sind nicht klar zu trennen und gehen ineinander über. In Stufe 7 werden nun gezielte Vernichtungsschläge eingesetzt. Das kann in Form von Worten geschehen, wie zum Beispiel dem ausstreuen vonGerüchte, oder in Form von physischer Gewalt. Zunächst gegen Dinge, es werden zum Beispiel Unterlagen vernichtet oder Reifen aufgeschlitzt.

Und nun kommen wir (endlich) zu den beiden letzten Stufe der Eskalation eines Konflikts und zwar der Zerstörung des gegnerischen Systems. Es ist eine Verschärfung der 7. Stufe und auch die Familie und Freunde des Gegners werden in die Vernichtungsabsichten einbezogen. Auf dieser Stufe kommt es zu Behinderungen, zu offenen Sabotagen und zu frontalen Angriffen.

Die 9. und letzte Stufe ist die „Gemeinsam in den Abgrund“-Stufe. Es geht nur noch darum den Anderen zu zerstören. Auch wenn man selbst dabei Schaden nimmt.

So, das sind die neun Konflikt-Eskalationsstufen nach Friedrich Glasl.

Puh, ganz schön schrecklich. Das wünscht man niemanden und deshalb lohnt es sich mit diesem „Horrorszenatio“, das nur Verlierer hat im Hinterkopf, sich intensiv der Konfliktlösung zu widmen.

Die Konfliktlösung

Kommen wir nun zur Konfliktlösung.

In den Stufen 1-3 ist eine Win-Win- Lösung möglich. Das heißt es kann eine Lösung gefunden werden, die beiden Seiten nutzt und bei der die Interessen beider Seiten berücksichtigt werden können.

In den Stufen 4-5 entsteht eine Win-Lose-Lösung. Das heißt jetzt ist eine einvernehmliche Lösung nur schwer möglich. Die Wahrung der Interessen beider Seiten ist kaum zu schaffen. Meistens setzt sich eine Partei durch, auf Kosten der anderen.

Der Einsatz eines neutralen Vermittlers ist sinnvoll.

Auf den Stufen 7-9 kommt es zu einer Lose-Lose-Lösung. Beide Parteien müssen also Federn lassen.

Auch ein neutraler Vermittler kann wenig ausrichten, wenn die Parteien nicht an einer gemeinsamen Lösung interessiert sind.

Die einzige Möglichkeit, die noch besteht ist dass eine Macht von außen die Klärung herbeiführt (zum Beispiel ein Gericht).

So, was bedeutet das jetzt für den Kontext Schule?

Lieber abwarten und Tee trinken?

Je früher man den Konflikt erwischt und löst, desto schneller, leichter und positiver ist er zu lösen.

Konflikttheorie

Noch eine kleine Ergänzung, damit ich die Theorie vollständig dargelegt habe:

Es muss nicht bei jedem Konflikt jede Stufe durchlaufen werden.

Die Stufen sind nicht scharf voneinander zu trennen. Sie gehen oft ineinander über.

Die Konfliktpartner können in ganz unterschiedlichen Stufen sein.

Unausgesprochene Konflikte brodeln, wie ein Vulkan…

Grundsätzlich ist es wichtig Konflikte auszutragen und zwar konstruktiv und respektvoll.

Es gibt Untersuchungen, die belegen, dass unausgetragene Konflikte zu einem starken psychischen Ungleichgewicht führen können. Sie schwelen in der Person oder zwischen zwei Personen und vergiften die Atmosphäre.

Das Klima des Miteinanders ist entscheidend

Ein Klima des Respekts, des Verständnis und der Akzeptanz sind zentral. Sie sind der Boden, auf dem Konflikte gut angesprochen und gelöst werden können.

Und eine sehr gute Kommunikationsfähigkeit ist hilfreich. Die integrierend, anerkennend und empathisch ist.

Drei wichtige Grundsätze

Folgende drei Grundsätze sollte die Schulleiterin in unserem Beispiel unbedingt beachten, wenn sie das klärende Gespräch mit ihrem Lehrer vorbereitet:

Die Einladung zum Gespräch soll schriftlich erfolgen. Die Email sollte eine klare Zielformulierung enthalten, gerne mit einer Ich-Aussage: „Mir ist es wichtig, mir ganz in Ruhe deine Sichtweise anzuhören und zu verstehen….“ Damit fühlt sich der Lehrer gesehen und respektvoll behandelt. Sie könnte ihm auch anbieten eine Vertrauensperson zur Unterstützung mitzubringen, falls ihm das gut täte.

Wertschätzung und Achtsamkeit

Achtsamkeit und Wertschätzung

Wertschätzung und Achtsamkeit sind die beiden Schlüsselwörter für Beziehungskonflikte. Wenn der Lehrer in unserem Beispiel in Selbstliebe, Selbstvertrauen und Selbstachtung geschwommen wäre, wenn er in diesen drei Themen richtig aus dem Vollen hätte schöpfen können, hätte er in der Konferenz mit den Schultern gezuckt und gesagt: „Na toll, das bin ich, das ist mein Unterricht, den die Schulleiterin hier beschreibt. Als Negativbeispiel für schlechtes Zeitmanagement im Unterricht. Toll. Naja, es stimmt ja, da habe ich noch einen Weg zu gehen, um ein positives Vorbild zu werden.“

Emotionale Ausbrüche sind Selbstschutz

Dass er so emotional explodiert ist, bedeutet, dass er sich selbst sehr wenig Wertschätzung und Achtsamkeit entgegengebracht hat.

Er hätte es von außen gebraucht.

Das Gegenteil war aus seiner Sicht passiert. Er hatte keine Wertschätzung und Achtsamkeit von seiner Schulleiterin bekommen und er war in einen Verteidigungsmodus gefallen. Nichts anderes war sein Ausbruch.

In einer perfekten Welt voller Selbstliebe und Selbstachtung, müsste man sich nicht so verteidigen

Da wir nicht in einer perfekten Welt leben, in der alle unsere Bedürfnisse jederzeit und immer erfüllt sind und wir uns selbst so wertschätzen, wie wir es brauchen würden, ist es wichtig um diese Zusammenhänge zu wissen. Dann kann man sich entsprechend verhalten.

Das meine ich nicht als Entschuldigung. Der Lehrer, um diese Berufsbezeichnung zu verdienen, sollte sich unbedingt selbst reflektieren und sich ebenfalls entschuldigen. Bei seiner Schulleiterin und bei seinem Kollegium. Das wäre respektvoll und achtsam.

Konflikte als Chance

Kann man denn nun Konflikte als Chance sehen und sie sogar nutzen, um die Beziehung zu stärken?

Ja, das geht tatsächlich.

In unserem Beispiel könnte die Schulleiterin sich betroffen zeigen davon, dass das Pflänzchen des Vertrauens zwischen ihr und ihrem Kollegen, das durch den so positiv verlaufenen Unterrichtsbesuch entstanden war, so schnell wieder ausgerissen wurde.

Sie könnte sich von Herzen entschuldigen und fragen, was der Kollege von ihr brauchen würde, um wieder Vertrauen zu fassen. Sie könnte ihm aktiv zuhören und ihm mit dem Spiegeln seiner Aussagen zeigen, dass sie verstanden hat, was er in diesem Moment fühlte.

Der Lehrer hingegen könnte sich genauso entschuldigen. Er könnte anerkennen, dass die Schulleiterin überhaupt keine schlechte Absicht hatte. Sie wollte ihn nicht vorführen. Sie wollte nur etwas rausarbeiten, was sie für die Schule insgesamt sehr wichtig fand.

Wäre es für beide okay, das nächste Mal vorher darüber zu sprechen und die Sitzung gemeinsam vorzubereiten?

Was brauchen nun die anderen Kollegen, um wieder beruhigt zum Alltag zurückzugehen? Sollte man gemeinsam vor der nächsten Sitzung etwas zu den Kollegen sagen, zum Beispiel: „Wie konnten das gut miteinander klären, wir haben….?“

Meiner Erfahrung nach möchte kein Mensch in einem Konflikt verharren, schon gar nicht Vorgesetzte und Mitarbeiter. Das macht einfach keinen Spaß.

Win-Win-Lösungen als Ziel

Deshalb lohnt es sich früh aktiv zu werden und in die Win-Win-Lösungen sollten wir unsere komplette Energie setzen.

Prävention für Konflikt-Eskalation

Und die beste Prävention für eskalierende Konflikte ist ein guter Kontakt zu sich selbst, Selbstliebe und Selbstaufmerksamkeit, Achtsamkeit und Werrtschätzung sich selbst gegenüber.

Selbstvertrauen und Selbstliebe

Das macht uns so unabhängig von den Menschen um uns rum. Die uns gar nichts Böses wollen. Deshalb müssen wir uns auch nicht verteildigen, sondern können unsere unterschiedlichen Meinungen als Bereicherung begreifen. Wow, das ist ja toll!!!

Schreib gerne in die Kommentare deine Anmerkungen, Erfahrungen, Beispiele. Vor allem deine Lösungserfahrungen würden mich sehr interessieren.

Wir sind in der Schule ja schließlich ein Beispiel für die Kinder und Jugendlichen und im Konfliktfall ein gutes Vorbild.

Nicht weil wir Konflikte vermeiden, sondern weil wir sie positiv und lösungsorientiert gestalten und sie nutzen, um unsere Beziehungen zu stärken.

Sandra Schumacher

Wunder. Fliegen. Weiter.

Inklusion in der Schule – eine unverzichtbare Herausforderung

Was bedeutet Inklusion überhaupt genau und warum ist sie für die Schule unverzichtbar?

Ich habe als Schulleiterin eine inklusive Ganztagesschule aufgebaut und berichte in diesem Blogpost über meine Erfahrungen zur Inklusion.

Was ist Inklusion überhaupt?

Inklusion bedeutet, dass jeder Einzelne das Recht hat zur Gemeinschaft aller zugehören.

Es ist gut, normal und bereichernd verschieden zu sein.

Verschieden auszusehen, verschieden zu sprechen, verschiedenes zu können, verschiedenes zu mögen und sich unterschiedlich zu verhalten.

Inklusive Pädagogik

Inklusive Pädagogik ist ein pädagogischer Ansatz, dessen wesentliches Prinzip die Wertschätzung und Anerkennung von Diversität in Bildung und Erziehung ist.

Das Recht auf Inklusion

Und Inklusion ist ein Recht, das die UN-Behindertenrechtskonvention festgeschrieben hat. Deutschland hat diese Konvention unterschrieben und sich folglich dazu verpflichtet, behinderten Menschen Selbstbestimmung, Teilhabe und Gleichstellung zu gewähren.

Für die Schule bedeutet das, dass ein Kind mit Behinderung auf die allgemeine Schule gehen darf. Dass es durch die Behinderung nicht ausgeschlossen wird.

Dass alle Kinder zusammen lernen und die Diversität, das Verschiedensein die Normalität ist.

Wann ist es gelungen, dass alle Kinder zusammen leben und lernen?

Es ist gelungen, wenn die Neugierde den anderen kennen zu lernen, die Irritation über das Anderssein schlägt.

Es ist gelungen, wenn die Kinder sich freuen über die andere Sichtweise, weil sie die Bereicherung für ihr Leben spüren.

Es ist gelungen, wenn Kinder ihren Eltern erklären, was die Behinderung des neuen Kindes in der Lerngruppe ist, weil diese zu kennen zur Vorstellung des anderen dazugehört und zwar wertfrei.

Es ist gelungen, wenn Kinder sagen dürfen, dass sie die Behinderung doof finden.

Es ist gelungen, wenn wir dankbar für die Gemeinschaft sind und jeder wichtig ist.

Es ist gelungen, wenn nicht mehr die Behinderung, sondern der Mensch wichtig ist.

Es ist gelungen, wenn Eltern behinderter Kinder sich nicht wie Außerirdische fühlen, sondern genauso zur Schulgemeinschaft gehören, wie alle anderen auch.

Es ist gelungen, wenn die Freude des Zusammenseins die Angst vor dem „lernt mein Kind genug“ überflügelt.

Es ist gelungen, wenn uns die Behinderung gar nicht mehr auffällt, weil Verschiedensein tatsächlich normal für uns ist.

Grundlagen und Rahmenbedingungen

Damit diese Vision wahr wird, braucht es einige Grundlagen und Randbedingungen in der Schule.

Ich selbst habe eine inklusive Ganztagesschule, die nach den Prinzipien von Maria Montessori arbeitet aufgebaut und möchte erzählen, was mich diese Erfahrung gelehrt hat zum Thema Inklusion.

Eine Montessori-Schule muss nach meiner Meinung inklusiv arbeiten, das legt schon ihr Selbstverständnis fest.

„Der Weg, auf dem die Schwachen sich Stärken, ist der gleiche wie der, auf dem die Starken sich vervollkommnen.“

DAS Zitat von Dr Maria Montessori zum Thema Inklusion.

Zentrale Werte

Die Werte Akzeptanz, Wertschätzung, Respekt, Toleranz und Entwicklung sind zentral. Diese Werte sind die Grundlage für inklusive Pädagogik.

Die Pädagog*innen haben diese Werte verinnerlicht und leben nach ihnen. Oft sind sie der Grund, warum sie sich gegen die Arbeit an einer staatlichen Schule entschieden haben.

So viel zur Theorie.

Der Teamprozess

In der Praxis habe ich erlebt, dass es sehr wichtig ist einen Teamprozess zu gestalten, indem sich die Pädagog*innen bewusst dafür entscheiden den Weg der inklusiven Beschulung zu gehen.

Dieser Prozess der aktiven Umgestaltung einer Montessori-Schule in eine inklusive Montessori-Schule dauert, da er eine Teamentwicklung umfasst.

Es sollte sich ein stabiles Team bilden, das das Ziel der Inklusion mit vollem Herzen bejaht.

Erst dann kann die Schule sich inklusive Schule nennen.

Die Werte der inklusiven Pädagogik sind bei jedem einzelnen Teammitglied verinnerlicht und optimalerweise wird diese Arbeit als Bereicherung erlebt. An meiner Schule hat das ca. fünf Jahre gedauert.

Welche Grundsätze sind elementar für die inklusive Pädagogik?

Eine Montessori-Schule arbeitet ohne Noten und in der Altersmischung. Jedes Kind lernt auf dem Niveau, auf dem es gerade ist. Lernen passiert bewegungsorientiert und vom Konkreten zum Abstrakten.

Jeder einzelne dieser Punkte ist elementar für das Gelingen einer inklusiven Pädagogik.

Wenn wir davon ausgehen, dass jedes Kind bezogen auf Lerntempo, Lernzeitpunkt und Lernmaterial unterschiedliches brauchen, dann richten wir die Lernumgebung so ein, dass es viele verschiedene Angebote gibt. Das ist ganz selbstverständlich. Das kommt der inklusiven Pädagogik entgegen.

Vielleicht braucht ein Kind mit einer speziellen Behinderung, zum Beispiel einer Sehbehinderung weiteres Material, das auf die Bedürfnisse dieses Kindes zugeschnitten ist.

Bitte keine Sonderstellung

Doch die Grundhaltung, dass verschiedene Kinder verschiedenes Material brauchen, ist bereits vorhanden. Damit ist der Boden bereits vorbereitet und die „Sonderstellung“ des behinderten Kindes, von der wir ja nach und nach wegwollen, entsteht erst gar nicht. Das ist richtig gut und wichtig.

Spannend ist auch, dass das „spezielle Material“ im Alltag gerne von vielen Kindern benutzt wird und auch deren Lernen prima unterstützt.

Inklusion als echte Bereicherung!

Ohne das behinderte Kind wäre wir gar nicht auf diese Idee gekommen! Wie wunderbar! Wie bereichernd.

Ich habe auch erlebt, dass zum Beispiel die Gebärden, die für ein nichtsprechendes Kind an die Lerngruppenwände gehängt wurden von vielen Kindern hilfreich gefunden wurden und auch von ihnen benutzt wurden. Ganz losgelöst vom nichtsprechenden Kind hingen diese noch im Raum, als das Kind schon in einer höheren Lerngruppe war oder die Schule verlassen hatte.

Wie schafft man es aus einem pädagogischen Team ein inklusiv denkendes pädagogisches Team zu machen?

Digitalisierung in der Bildung oder das ist Lernen für mich

Eigenständig Lernen - eine wahre Geschichte

Es war Ende November und alle Kinder meiner Lerngruppe (ich arbeitete zu der Zeit als Klassenlehrerin einer 1.-4. Klasse gemischten Lerngruppe an der Montessori-Schule), die im September eingeschult wurden, lasen bereits. Alle, bis auf einen.
Eines Morgens erzählte ich eine Geschichte. Sehr begeistert erzählte ich sie, denn Begeisterung ist der Feenstaub beim Lernen, also das Zaubermittel.

Eine wahre Geschichte

Es war eine wahre Geschichte und sie handelte von einer Löwenfamilie und davon, wie diese ihre Aufgaben verteilten und was jeder zu tun hatte in der Löwengruppe. Ich verzichtete darauf den Löwen Namen zu geben oder sie sonst wie zu verniedlichen. Die Geschichte war eine begeistert und spannend erzählte Sachinformation zum Thema „Lebenswelt der Löwen“.

Eine Erkältung als Lernkatalysator

Dann war ich eine Woche krank. Mich hatte eine Erkältung erwischt, was leider leicht passiert, wenn man jeden Tag mit über 20 Kindern zusammen ist.
Als ich wieder da war, konnte der Junge lesen. Ich war sehr erfreut und fragte ihn:“ Was ist passiert? Das ging ja jetzt schnell.“ Er antwortete: „Ja, du warst ja krank.“ Ich schaute ihn verblüfft an, da ich überhaupt nicht verstand, was ich mit seinem Lesenlernen zu tun haben könnte, zumal ich ja nicht mal in der Schule war. Er meinte: „Ja, ich wollte ja wissen, wie das mit den Löwen genau ist und ich konnte dich nicht fragen, also habe ich lesen gelernt, ganz viel über Löwen gelesen und nächste Woche halte ich ein Referat dazu.“
Wow. Noch heute, viele Jahr danach, bekomme ich eine Gänsehaut, wenn ich seine Worte aufschreibe.
Es hat mich sehr berührt.

Was ist Lernmotivation?

Wie schnell und wie viel und wie gut ein Mensch lernen kann, wenn es nötig ist, um das Interesse, unsere stärkste Motivation zu befriedigen.
Meine Definition lautet: Lernen ist Motivation und Verbindung.

Und diesen Jungen musste man nicht mit einem Tablet oder einer tollen Lernoberfläche zum Lernen verlocken. Es war die Verbindung zum Thema in Kombination mit der Bindung zu mir, seiner Lehrerin, die ihn zum Lernen brachte. Er brauchte als Lernumgebung einen Raum voller Sachbücher. Wahrscheinlich hätte sogar ein gutes Buch ausgereicht.

Egal welches Lernmedium wir einsetzen, wir sollten uns fragen, ob es der Bindung und der Motivation dient. Wenn die Lernumgebung verschiedene Möglichkeiten bereit hält, um das Gleiche zu lernen, suchen sich die Kinder und Jugendlichen das Medium aus, mit dem sie am besten zurecht kommen.

Das kann ein Buch sein, ein Schülervortrag, ein Film, eine Zeitschrift, ein Bild, eine Lernsoftware, was auch immer. Abhängig vom Thema und vom Alter des Kindes, oder des Jugendlichen.

Und in der Abwechslung liegt der Reiz, das kann ich aus eigener Erfahrung sagen. Ich liebe Visualisierungen, die liebevoll gestaltet sind, lese gerne am Kindle, Sachbücher hingegen lieber auf Papier. Ich mag die technischen Möglichkeiten, wie Videokonferenzen genauso, wie webbasierte Präsentationen.

Und ein persönliches Treffen und Ideenentwickeln auf einer Flipchart ist ebenfalls toll.

Was meinst du dazu? Ich staune über das Spektrum, das uns zur Verfügung steht und ich möchte alles nutzen, auch und gerade wenn ich Schulen unterstütze.

Sandra Schumacher

Wunder. Fliegen. Weiter.

Wunderbare Elterngespräche – ein grundsätzliches Umdenken ist nötig

Was braucht ein beziehungsorientiertes Elterngespräch?

Elterngespräche als sicherer Ort

🎈Lasst uns die Elterngespräche zu einem sicheren Ort machen, an dem weder Lehrer noch Eltern auf alles eine Antwort wissen müssen, sondern wo wir gemeinsam Lösungen kreieren.

Wenn das unser Ziel ist, dann ist ein Gespräch dann erfolgreich, wenn es ein Moment gelingender Beziehung ist.

Ein Moment gelingender Beziehung

Und diesen Moment spürt man.

Folgende vier Tipps helfen enorm:

Bedenke im Gespräch immer die vier Seiten einer Nachricht (Sachebene, Beziehungsebene, Selbstauskunft und Appell).
Die Berücksichtigung dieses Kommunikationsprinzips ist grundlegend wichtig.

Bedenke im Elterngespräch immer, dass die Eltern in die Schule kommen und sich also auf deinem Spielfeld befinden.
Verhalte dich wie ein Gastgeber, mach es deinen Gästen so angenehm wie möglich. Fühle dich verantwortlich für eine gute Atmosphäre. Gestalte einen „sicheren Platz“ an dem sich die Eltern öffnen können, sei auch selbst bereit dich zu öffnen und zwar zuerst.

Die Eltern haben dir ihr Wichtigstes auf der Welt anvertraut – ihr Kind, ihr ein und alles. Denke immer daran, wenn du sprichst.

Sorge für einen klaren Ablauf, beginne das Gespräch bewusst und beende das Gespräch bewusst. Kündige deine Themen an, lade die Eltern ein, ihre Themen gerne mit einzubringen.

Übernimm das Zeitmanagement.

Offene Gesprächskultur

Und ja es wird offen über alles gesprochen, auch über Sorgen oder Wünsche und diese müssen nicht schwer und belastend sein, sie sind einfach da.

Unsere Gefühle sind wichtig und wertvoll, müssen aber nicht in positiv und negativ eingeteilt werden. Sie können in einer offenen Gesprächsatmosphäre einfach sein.

Daran erinnern sich die Gesprächspartner*innen gegenseitig.

Vision wird Realität

Wünschst du dir, dass diese Vision deine Realität wird?

Wünschst du dir, dass eine produktive Resonanz entsteht zwischen Schule und Elternhaus?

Wünschst du dir, dass du sicher sein kannst, dass die Eltern dir als Pädagog*in vertrauen?

Dass du dir sicher sein kannst, dass die Eltern wenn sie etwas von dir, deinem Unterricht oder deiner Kommunikation hören, sofort denken: „Da frage ich mal direkt nach, das kann so nicht stimmen“ oder dass sie denken „Die Lehrer*in meines Kindes weiß was sie tut, sie sieht mein Kind und weiß was es braucht. Ihre Entscheidungen sind fundiert, durchdacht und zum Besten meines Kindes?“

Gegenseitig voneinander das Beste erwarten und davon ausgehen, dass jeder an seiner Stelle das Beste für das Kind möchte und zwar das Allerbeste, das ist Bedingung und Folge solch einer offenen Begegnung.

Sandra Schumacher

Wunder. Fliegen. Weiter.

Teamsitzungen als Schulleitung vorbereiten – drei Fehler, die du niemals tun darfst!

Eine Schulleiterin plant die Teamsitzung

Ich habe als Schulleiterin sehr viele Teamsitzungen vorbereitet und habe dadurch selbst schmerzlich drei Fehler gemacht, vor denen ich dich in diesem Text unbedingt warnen möchte.

Fehler sind unsere Helfer, ja das stimmt, aber diese Fehler kannst du dir ersparen, denn die habe ich gemacht. Du musst sie also nicht wiederholen.

Jetzt geht es los:

Formalien sind uncool

Mein erster Fehler war, dass ich mir über die Formalien einer Teamsitzung keine Gedanken gemacht habe.

Ich habe mich richtig gut vorbereitet und dachte, dass wäre das wichtigste.

Tatsächlich war es dann so, dass ich in meinen ersten Teamsitzungen so abgelenkt war, dass ich meine gute Vorbereitung gar nicht wirklich umsetzen konnte.

Mir gingen folgende Gedanken durch den Kopf: „Mist, jetzt schreibt keiner Protokoll, das muss ich noch anleiern.“ oder „Ist eigentlich Klara Hase da, ich sehe sie gar nicht, wie kann das sein?“

Mit diesen Gedanken lenkte ich mich selbst vom Inhalt ab und störte den Fluss der Teamsitzung.

Also jetzt kommt mein wertvoller Tipp an dich, achte auf die Formalien.

Führe mindestens drei Grundformalien ein: Protokoll, Anwesenheitsliste, Ablauf.

Fokus auf die Inhalte

Dann können du und dein Team sich auf die Inhalte fokussieren. Das hilft enorm.

Du kannst die Formalien auch deligieren, damit dein Kopf freier ist.

Die Teamsitzung – voll bis zum Überquellen

Mein zweiter Fehler war, dass ich alles was mir wichtig war reingepackt habe, in die Teamsitzung. Ich wollte die Zeit der Kolleg*innen eben gut nutzen.

Das war aber keine gute Idee, denn die Kolleg*innen kommen aus dem Unterricht, sind müde und haben eine aktivierende und motivierende Teamsitzung verdient.

Eine achtsame Schulleitung achtet auf motivierende Teamsitzungen

Sie brauchen auch tatsächlich eine aktivierende und motivierende, um dich als achtsame Schulleitung wahrzunehmen.

Wie kann dir das gelingen?

Strukturiere die Teamsitzungen klar und nachvollziehbar. Visualisiere die Struktur und führe Ablaufpunkte ein, die immer gleich sind. Ritualisiere also den Ablauf und sorge damit für Sicherheit.

Ergänze die ritualisierten Punkte durch neue, spannende.

Ohne Feedback fehlt dir was

Nicht sofort nach Feedback zu fragen, war mein dritter Fehler. Ich gab wirklich mein Bestes, mein Allerbestes, um gute Teamsitzungen vorzubereiten.

Immer wieder war ich danach fix und fertig und hatte das Gefühl es den Kolleg*innen nicht recht machen zu können.

Da kam ich auf die Idee, eine Kolleg*in vor der Teamsitzung zu bitten, mir doch im direkten Anschluss Feedback zu geben, was gut und was nicht so gut gelaufen war.

Die kritischste Stimme gibt Feedback

Ich wählte dafür meine kritischste Stimme aus.

Die Kollegin, die immer wieder sehr kritische Anmerkungen während der Teamsitzung gemacht hatte. Und was soll ich sagen. Ab diesem Moment lief es viel, viel besser. Die Kollegin nahm ihre Aufgabe sehr ernst und gab mir fundiertes Feedback nach der Sitzung. Kein einziges Mal kritisierte sie mich sehr während der Sitzung. Die Teamsitzungen verliefen für mich ab diesem Moment deutlich entspannter und wesentlich angenehmer.

Ein Feedback unter vier Augen ist eben viel angenehmer und konstruktiver für alle.

Schreibe mir gerne von deinen Erfahrungen mit deinen Teamsitzungen.

Gerne reflektiere ich sie mit dir. Viel Freude bei der Umsetzung meiner Tipps.

Sandra Schumacher

Wunder- Fliegen- Weiter.

Schulentwicklung: Schule – ein lebendiges Wesen

Ich benutze gerne Metaphern, um komplexe Zusammenhänge durch Bilder klarer zu bekommen.
Heute möchte ich Schule mit einem Baum vergleichen.

Bäume spenden uns Ruhe und Sauerstoff.

Auch Schule sollte den Kindern und Jugendlichen und den Pädagoginnen und Pädagogen und den Familien insgesamt Ruhe zum wachsen, zur Entwicklung und die gute Luft zum Leben spenden.

Bäume sind der Inbegriff des Lebens und der Veränderung.

Je nach Jahreszeit sieht ein Baum komplett anders aus.

Er steht fest, immer an seinem Platz, er symbolisiert Beständigkeit und Standfestigkeit, Halt und Sicherheit und dennoch verändert er sich je nach Jahreszeit und je nachdem auf welche Umweltbedingungen er trifft. Die gleiche Baumart kann an verschiedenen Standorten ganz unterschiedlich gut gedeihen und damit auch sehr unterschiedlich aussehen.
Das hast du sicher schon einmal gesehen, der prächtige Baum mit unzähligen Blättern stark und gerade gewachsen. Mit wenigen, aber großen und formschönen Früchten oder der Baum am Waldrand, vom Wind schief geweht. Mit wenigen Blättern, dafür schief in sich, behauptet er sich neben seinen geraden Artgenossen, die ihm den Raum nehmen.
Ich finde Bäume schön, die auf ihre eigene Art und Weise gewachsen sind. Unser Weihnachtsbaum ist immer ein wenig schief und damit auch besonders. Das gefällt mir und finde ich eher bereichernd, als störend.

Schule als ein Booster-Wachstumsort

Was sind die guten Bedingungen für Schule, die sie gut gedeihen und wachsen lassen. Mit festen Wurzeln im Boden, einem stabilen dicken Stamm, vielen Ästen, saftig grünen Blättern, schönen schmackhaften Früchten und einer Krone, die einen herrlichen Abschluss eines wunderbaren Lebewesens bildet?

Eine Schule, die die Basis für ein selbstbestimmtes Leben für die nachwachsende Generation legt.

In Verantwortung für den Einzelnen, für die Gemeinschaft und für die Umwelt?

Die Baummetapher

Wenn Schule ein Baum ist, dann sind die Wurzeln das Leitbild und die Werte.

Die Erde ist das pädagogische Konzept.

Der Stamm, der alles zusammenhält ist das „Wir“- das Miteinander, die Gemeinschaft.

Die Äste, weit verzweigt, sind die Bindungen und Beziehungen aller miteinander. Diese Beziehungen zeigen sich im Klassenrat, Schülerrat, Schulrat, Leitungsteam, Pädagogenteam, in allen Gremien der Zusammenarbeit und in der Kommunikation.

Die Blätter sind die pädagogische Umsetzung. Zum Beispiel das freie Lernen, die Altersmischung, die Projektarbeit, das Forschen und die Darbietungen und Referate.

Die Früchte sind die „Highlights“, die Dinge auf die wir alle stolz sind und wo wir merken: Ja, hier wächst etwas Gutes heran, hier findet Entwicklung statt.

Die Baumkrone schließlich ist die friedliche Gesellschaft, die sich bildet, wenn die Kinder und Jugendlichen stark und selbstbestimmt aufwachsen, im Einklang mit sich und ihren Stärken.
Satt und genährt. Und die Baumkrone bildet sich auch aus den Erwachsenen, die mit der Schule in Verbindung stehen.

So kann Schule ein richtiger Booster-Wachstumsort sein.

Nicht alle Schulen sind stattliche, gleichmäßig gewachsene Bäume

Man sieht Schulen, die als Baum nicht gleichmäßig gewachsen sind, die einen dicken Stamm, aber verkümmerte Wurzeln haben, oder deren Früchte die Äste bis auf den Boden hängen lassen und deren Stamm diese Früchte gar nicht tragen kann. Warum ist das so?

Auf die Nachhaltigkeit und das gute Fundament kommt es an.

Ja ein lebendiges Wesen braucht so einiges, um gut zu gedeihen und in der Komplexität der Schule alles im Blick zu halten und die Organisationsentwicklung gut zu begleiten gelingt den wenigsten.

Woran zeigt sich konkret die unausbalancierte, planlose Entwicklung?

Spürbar ist es zum Beispiel am hohen Krankenstand der Pädagogen, am überdurchschnittlich hohen Personalwechsel. Immer wieder verlassen Familien aus Unzufriedenheit die Schule, auch mitten im Schuljahr. Die Schulleitung ist überarbeitet, hat zu viel zu tun. Die Pädagogen stöhnen über Überforderung und die Schulentwicklung staut sich.
So brennen motivierte idealistische Pädagogen aus. Das muss aber nicht sein! Und das soll auch nicht sein!

In vielen Schulen ist einiges gut entwickelt, die wenigstens sind in allen Entwicklungsbereichen richtig gut aufgestellt.

Die Investition von Zeit in die nachhaltige Entwicklung der Schule ist vielfach richtig eingesetzt.

Jede Zeiteinheit, die in die gute Fundierung der Schule investiert wird, lohnt sich auf lange Sicht vielfach. Wenn ein Teamtag dafür genutzt wird, ein Leitbild zu erarbeiten, sind die Wurzeln des Baumes sicher verankert. Wenn dieses Leitbild schriftlich fixiert wird, in der Schule aufgehängt wird, jedem neuen Mitarbeiter und auch den neuen Eltern gegeben wird und immer wieder darüber gesprochen wird, dann hat die Schule richtig gute Wurzeln, die auch bei Wind und Wetter, bei Konflikten und in Krisen sehr gut dasteht, weil sie vorbereitet ist.
Wenn die Werte klar sind und man sich auf einer gemeinsamen Grundlage bewegt, wächst das gegenseitige Verständnis und bei Neueinstellungen können gezielt Erwartungen formuliert werden.

Das macht im Alltag einen riesigen Unterschied.

Wenn Pädagogen und Leitung einen vollen Werkzeugkasten pädagogischen Wissens und pädagogischer Tools zur Verfügung haben, der gemeinsam immer wieder aktualisiert und erweitert wird, dann entsteht eine gemeinsame Ebene der Professionalisierung, Motivation und Leichtigkeit. Das Arbeiten wird klarer und ruhiger.
Wenn es einen Kommunikationsleitfaden gibt, der genau festlegt, wie, wer mit wem worüber spricht, dann erreicht man Klarheit, Synergien und nimmt auch kommunikativ schwächere Pädagogen (ja, die gibt es :)) an die Hand und schützt sie vor Überforderung.
Wenn die Struktur der Teamsitzungen, der Vor- und Nachbereitung gut geregelt ist, dann werden Besprechungen zu Motivationskicks.
Wenn die Aufgaben und Verantwortungen klar geregelt sind, bliebt genug Kraft übrig, um aktuelle Themen zu erledigen, um auf überraschendes entsprechend zu reagieren.

Selbstbewusst und klar wird der Stamm, das „Wir“ gestaltet und gelebt.

Neue Menschen sind leicht einzufügen und zahlreiche bunte Blätter wachsen am Baum. Denn diese brauchen die Grundlage des gemeinsamen Verständnisses, damit eine gute Entscheidungsgrundlage da ist, welche Blätter immer da sind und welche zusätzlich dazukommen dürfen.

Bäume machen komplizierte Dinge. Sie wandeln Kohlendioxid in Sauerstoff um und dafür brauchen wir sie dringend. Sie sind also wichtig für uns.
Auch Schule ist sehr wichtig für uns. Nach der Familie, die die Keimzelle der Gesellschaft ist und die wichtige Grundlage für das Lernen legt, schafft sie im Anschluss an den Kindergarten für viele Jahre ein Umfeld für das Kind und dann für den Jugendlichen, indem wachsen, sich verändern, dazulernen und sich als Persönlichkeit zeigen eine runde Ergänzung findet durch die Gemeinschaft.

Die Kinder und Jugendlichen fühlen sich als Teil einer Gemeinschaft, die sich wahrnimmt, die sich gegenseitig unterstützt und die ein Geben und Nehmen ist.

Auch die Pädagogen sind Teil dieser Gemeinschaft. Man fühlt sich miteinander wohl. Jeder ist wie er ist, wird in seiner Individualität akzeptiert und die Gemeinschaft gibt Halt, Heimat, den Ort eben, wo man hingehört.

Und die Eltern gehören natürlich ebenfalls dazu, zu diesem Wachstumsort, denn Elternschaft bedeutet Persönlichkeits-Wachstum und Familie findet in der Schule Ergänzung, Unterstützung und Gemeinschaft.

Beziehungsorientiert und in gegenseitiger Wertschätzung.

Dabei sollte Schule immer wieder überlegen, wie der Boden zusammengesetzt werden sollte, damit jeder einzelne Mensch an der Schule sich authentisch in seiner Einzigartigkeit zeigen kann.

Schule sollte ein Booster-Wachstumsort sein.

Für die Kinder und Jugendlichen und genauso für die Pädagogen und Eltern.
Und so einen Ort ist zu gestalten, kann so richtig Spaß machen.
Bindungsorientierte Pädagogik, freies Lernen, klare Mitbestimmungs- und Gestaltungsräume für ALLE und eine altersentsprechende, inklusive, jahrgangsgemischte Pädagogik mit kompetenzorientierten, individualisierten Feedbackformaten.
Das könnte ein passender Rahmen sein.
Damit Schule die Basis legen kann für ein selbstbestimmtes Leben.

Ist das nicht eine richtig tolle Vision, in die es sich lohnt zu investieren?
Ich finde ja.

Sandra Schumacher
Wunder. Fliegen. Weiter.

Echte Montessori-Freiarbeit, so funktioniert sie

Im Zimmer der jahrgangsgemischten Lerngruppe (1-4) von der ich heute erzählen will, herrscht konzentrierte Ruhe. 22 Kinder arbeiten am Boden, auf dem großen roten runden Teppich in der Raummitte, auf einer Bank am Fenster und an Tischen.

Wie beschreibt man diese besondere Atmosphäre? Wie fängt man die energiegeladene Konzentration ein?

Ich versuche es mal durch die genaue Beschreibung:

Ganz vertieft und konzentriert sind die Kinder bei der Arbeit mit verschiedenen Materialien an unterschiedlichen Themen und vielfältigen Aufgaben.
Zwei kleine Jungs rechnen mit blauen, grünen und roten Perlen und schreiben ihre Lösungen mit Farbstiften der gleichen Farbe auf.
Drei verschieden alte Mädchen sitzen an einem Tisch: Abwechselnd liest ein Mädchen einen Satz von einer Karte ab und die anderen beiden antworten. Es geht um den Lebensraum von Steppentieren.
Eine gemischte Gruppe Mädchen und Jungs verschiedenen Alters ist gerade mit geometrischen Körpern in den Nebenraum gegangen: Durch die Glastüre sehe ich, dass sie die blauen Holzkörper sortieren und sich dabei angeregt diskutierend unterhalten.
Drei Kinder sitzen für sich alleine. Zwei schreiben einen Text ab. Ein Kind hält Notizblätter in der Hand, auf denen Text und bunte Bilder zu sehen sind und murmelt frei sprechend vor sich hin. Es übt einen Vortrag, den es am Ende der Freiarbeit vor einer großen Kindergruppe halten wird.
Eine Lernbegleiterin sitzt mit sechs Kindern an einem Tisch im hinteren Raumdrittel. Sie gießt verschiedenfarbiges Wasser in große und kleine Glasgefäße. Eine Waage, ein Thermometer, eine große Schale mit Eiswürfel und ein Wasserkocher stehen bereit und es geht wohl um die Dichte des Wassers.

Eine weitere Lernbegleiterin sitzt am Teppich neben zwei Jungen, die Modelle mit verschiedenen Gesteinsformen befühlen.
Es klappert und brummt. Es murmelt und tönt. Es blättert und plätschert.

Sieht so eine typische Freiarbeitssequenz aus? Ja! Und es fasziniert mich, wie entspannt und gleichzeitig konzentriert die Atmosphäre im Raum ist. Wie viel das Auge entdecken kann und wie strukturiert dennoch das Gesamtszenario wirkt. Fast mühelos scheint diese Konzentration entstanden zu sein und das Zusammenspiel der verschiedenen Aktivitäten nebeneinander, scheint ergänzt durch ein übergreifendes, ineinander verzahntes Miteinander.

Der runde Teppich, der in Montessori-Schulen in jedem Zimmer zu finden ist, ist wohl das Erkennungsmerkmal dieser Reformpädagogik und auch das reichhaltige Arbeitsmaterial, das in den zahlreichen Regalen an drei Wänden des Raumes zu finden ist, fällt auf. Es ist vorwiegend aus unbehandeltem Holz und wirkt sehr klar, strukturiert und ansprechend auf den Betrachter.

Insgesamt strahlt der Raum eine gemütliche Atmosphäre aus. Strukturiert und reichhaltig. Man merkt, dass hier Arbeit im Prozess aufbewahrt wird. In einer Zimmerecke stehen zum Beispiel zusammengerollte Plakatrollen in einem umfunktionierten Papierkorb. Auf einem Regalbrett stehen Petrischälchen mit verschieden farbigen Flüssigkeiten, die auf den nächsten Arbeitsschritt warten.
Mich erinnert der Raum an ein Labor, das zu vielfältigen Forschungsaktivitäten einlädt und dieser Eindruck wird verstärkt durch die verschiedenen Tätigkeiten, die zu beobachten sind.

So reichhaltig und vielfältig kann Lernen sein!

Konkret, abstrakt, praktisch, theoretisch, kompliziert und ganz einfach.

Verschieden, einfach so wie jedes dieser Kinder, die man auch Schüler nennt. Hier fällt mir ein Zitat von Gerald Hüther ein, dem bekannten deutschen Neurowissenschaftler, der das gehirngerechte Lernen zu seinem Thema gemacht hat: „Kinder agieren wie Kinder, nicht wie Schüler.“

Und das nimmt die Montessori-Pädagogik ernst. Sie schafft eine forschende Lernatmosphäre, in der das Kind auf seinem jeweiligen Interessens- und Wissensstand forschend lernen kann. Einfach super, weil absolut gehirngerecht. Das Kind ist Kind, so einfach ist es, wenn es darum geht „die angeborene Lust am Entdecken und am gemeinsamen Gestalten“ (Zitat Gerald Hüther) zu bewahren und als Ausgangspunkt für ein nachhaltiges und qualitativ hochwertiges Lernen zu nehmen. Dieses Prinzip hat Maria Montessori als fortschrittliche Naturwissenschaftlerin bereits vor 100 Jahren erkannt und die heutige Aktualität ist offensichtlich. Absolut stärkenorientiert und voll Vertrauen in die kreative und machtvolle Gestaltungskraft des Kindes! Die Montessori-Pädagogik nimmt die kindlichen Ideen und Fragen ernst und begleitet die Kinder respektvoll zu selbst gefundenen Antworten.

Viele Erwachsene, denen ich von der Montessori-Pädagogik erzähle, sagen: „Hätte ich nur selbst so entdeckend lernen können, dann wären mir viele Zusammenhänge klar geworden.“
Ja, das finde ich auch.

Sandra Schumacher
Wunder- Fliegen. Weiter.

Ist Schulleitung was für mich?

Fragen stellen

Machst du dir Gedanken über deine persönliche Weiterentwicklung?

Überlegst du dir dich auf eine Schulleiterposition zu bewerben, oder auf eine Stelle in der erweiterten Schulleitung?

Dann fragst du dich vielleicht Folgendes:

Habe ich Führungsqualitäten?

Bin ich geeignet für einen Leitungsjob?

Bringe ich die entscheidenden Fähigkeiten und Voraussetzungen mit?

Erkennt man das gleich und wenn ja woran? Was denken die Kollegen darüber, würden Sie mich in einer Führungsrolle akzeptieren und unterstützen?

Wenn du diese Gedanken machst, ist folgende Information für dich wichtig:

Führungsqualitäten kannst du lernen und du kannst dich heute für sie entscheiden.

Das klingt zu einfach, um wahr zu sein?

Ja und nein, denn sich auf die einfachen Dinge zu konzentrieren und konsequent an ihnen festzuhalten, das schaffen die Besten. Leichter scheint es manchmal zu sein, es sich kompliziert zu machen, also bleibe konsequent dabei!

Ich sage es noch einmal, deine Entscheidung für eine Führungsrolle ist entscheidend. Und damit entscheidest du dich dafür dich zu verändern, nämlich Neues dazuzulernen und dein Mindset zu entwickeln. Das sollte dir klar sein. Das gehört zum Gesamtpaket!

Und dann geht es einfach um die Aneignung von Eigenschaften:

Folgende acht Eigenschaften sind für eine gute Führungspersönlichkeit entscheidend. Wenn du dir diese aneignest, hast du die besten Chancen eine wirklich erfolgreiche Führungspersönlichkeit zu werden. Deine Mitarbeiter werden dich respektieren und dir freundlich begegnen, denn sie fühlen deine Engagement für die Sache und deine tiefe Verbundenheit mit Ihnen.

1. Stelle die richtigen Fragen

Konzentriere dich darauf die richtigen Fragen zu stellen und suche die Antworten überall in und um dich herum. Sauge die Erfahrung anderer in dich auf und nutze sie für dich, statt selbst zu warten bis du die Antworten kennst.

Fragen stellen

2.  Sei bereit Fehler zu machen

Mutiges Vorangehen ist wichtig, damit du als Führungskraft wahrgenommen und respektiert wirst. Probiere Dinge aus, sei bereit Neuland zu betreten und finde heraus was funktioniert, indem du immer wieder aufmerksam deinen Kurs anpasst.

Werde also sichtbar, mach dich angreifbar und zeige Stärke, aber auch Schwäche.

Mache jeden Fehler genau ein Mal und lerne daraus.

3. Schaffe Transparenz

Kenn deine Werte und dein Warum und sprich ununterbrochen darüber. Dann das schafft Transparenz und deine Entscheidungen werden klar und konsequent wahrgenommen, weil sie es sind!

4. Sei empathisch und ein guter Zuhörer

Als Führungskraft hören dir alle zu. Das bedingt die Rolle. Aber eine gute Führungskraft ist ebenfalls ein guter Zuhörer und verarbeitet genau was sie hört. Das schafft ein wertschätzendes Klima und gibt deinen Mitarbeitern das Gefühl Gesehen zu werden. Fühle dich dabei in das Gegenüber ein und höre aktiv zu. Gewöhne dir also Sätze, wie folgende an: „Habe ich das richtig verstanden, dir ist….wichtig? Stimmt es, dass du…brauchst? Fühlst du dich im Moment…, habe ich das richtig wahrgenommen?

5. Sprich Irritationen sofort an

Wenn dich das Verhalten deiner Kollegen, Eltern, des Vorstand oder von Kindern und Jugendlichen irritiert, weil du es als abweichend wahrnimmst von dem, was ihr für euch als gut und richtig vereinbart habt, dann sprich möglichst sofort darüber und teile deine Wahrnehmung respektvoll und gleichwürdig mit. Dabei hilft es dir vielleicht, dir passende Sätze zurechtzulegen, wie zum Beispiel: „ Ich verstehe deine wütende Reaktion nicht, wir sind hier geduldig und respektvoll miteinander. Ich nehme dich gerade anders wahr. Bitte verändere das, oder „Es fällt mir gerade schwer deine Meinung nachzuvollziehen. Bitte gib mir dazu die Zeit, die ich brauche. Lass und morgen in Ruhe darüber sprechen.“

6. Hilf anderen, wo du kannst

Lege dir eine unterstützende Grundhaltung zu. Sei hilfsbereit und offen für die Fragen und Probleme deiner Mitarbeiter. Sehe diese Beratungsgespräche, ob zwischen Tür und Angel am Morgen, in der Pause im Lehrerzimmer oder mit Termin und geplanter Zeit in deinem Schulleiterzimmer als deine Kernaufgabe an, die du gerne und mit Zuneigung machst.

7. Priorisiere klar und SMART und sei jederzeit bereit Aktuellem den Vorrang zu geben,

lege einen klaren Rahmen fest, der deinen Mitarbeitern in deinem Sinne zur Entscheidung führt, womit sie dich sofort stören müssen, was sie jederzeit selbst regeln können und worüber ihr eine kurze Information benötigt

8. Schaffe eine Wissens- und Lernkultur

Sauge Wissen auf, sehe dich selbst als wahrer Wissensschwamm. Lies alles was dir zu Bildung und Schule, zu Pädagogik und Lernen in die Hände fällt. Bilde dir deine eigene Meinung. Setze das Gelesene in Beziehung zueinander und zu den Zielen deiner Schule.

Rede wo du nur kannst über aktuelle pädagogische Entwicklungen, über fachliche Gedanken, die dich gerade beschäftigen und rege das Diskutieren an.

Sammle Themen, über die deine Kollegen wenig Wissen haben, bringe sie in eine Reihenfolge der Wichtigkeit und präsentiere sie in gut verarbeitbaren Portionen oder lade kompetente Gastredner ein.

Was noch hilft:

Humor: Eine gute Prise Selbstironie, sich selbst nicht so ernst zu nehmen hilft einfach.

Über den Tellerrand zu schauen: reisen und Reisende einladen.

Und wenn du Lust bekommen hast, eine konkrete Transformation deiner Selbst anzugehen, weil das einfach absolut cool ist und so viel Sinn macht, dann hilft es, Kontakt zu mir auszunehmen!

Sandra Schumacher

Wunder. Fliegen. Weiter.

Spielen ist Flow

Spielen ist das Wasser in dem ein Kind schwimmt.

Es ist eine wunderbare Welt, ohne Termine, Zeitdruck oder Dinge, die noch zu erledigen sind.

Spielen bedeutet, sich mit Haut und Haaren in eine Tätigkeit reinfallen zu lassen.

In dieser sich völlig zu verlieren und sich gleichzeitig neu zu erfinden.

Wann warst du das letzte mal im Flow? Hast alles um dich vergessen: Raum, Zeit und die Wäsche?

Ich möchte mich nicht damit beschäftigen was Kindern fehlt, wenn sie diese Spielzeit nicht haben.

Ich möchte eine Aufforderung formulieren, die mir sehr wichtig ist: Liebe Väter und liebe Mütter, versteht Euch als die Hüter des Spiels Eurer Kinder. Schützt sie mit Eurem Leben vor Unterbrechung und einem abrupten Rausreißen aus ihrer Fantasiewelt. Wo ihr nur könnt! Lasst Essen kalt werden, oder verspätet euch bei Arztterminen, lasst die Schwiegermutter warten oder esst trockenes Brot, weil der Laden schon zu hat.

All diese Dinge sind wichtig, ja ich mag auch kein trockenes Brot, Pünktlichkeit ist mir wichtig und die Schwiegermutter macht mir Angst…

Es kostet viel die Blicke der Menschen um uns auszuhalten, die sagen: Da ist aber mal wieder jemand unorganisiert. Das ist alles sch___egal.

Wichtig ist allein folgendes:

Durch vertieftes Spielen

  • baut sich die Fantasie und die Kreativität eures Kindes auf
  • stärkt sich euer Kind selbst vor zukünftiger Ablenkung
  • ist euer Kind ganz bei sich
  • baut sich das Selbstwertgefühl eures Kindes auf
  • erhöht sich die Resilienz eures Kindes
  • wird die Hirnreifung unterstützt
  • erholt sich euer Kind von äußeren Reizen

Beobachtet euer Kind bezogen auf sein Spiel und lernt so viel darüber, wie ihr könnt: Wann gelingt Vertiefung wann nicht? Welche Umgebung unterstützt das Spielen im Flow? Wann gelingt es nicht?

Zu welchem Zweck?

Damit Ihr euch eine Minute für euch stehlen könnt, für einen Kaffee in Ruhe oder für ein Kapitel in eurem Lieblingsbuch, während euer Kind die wichtigste Aufgabe der Kindheit erfüllt: SPIELEN.

Vielleicht gelingt es euch dann in dieser Zeit ebenfalls in den Flow zu kommen:)

Ich wünsche Euch einen tollen Spiel-Tag.

Sandra Schumacher

Wunder. Fliegen. Weiter.

Ich setze mich gerne zwischen spielende Kinder, wenn ich Pause mache. Warum? Weil ich finde, dass sie eine magische Ausstrahlung haben und ich diese in mich aufsaugen möchte.