Eine Schule ohne Strategie, ist wie eine Nussschale auf einem Ozean, oder was die Vision der GLS-Bank mit Klarheit an freier Schule zu tun hat

Inhaltsübersicht

Selten höre ich in reformpädagogischen Schulen das Wort Strategie.

Was ist das überhaupt?

Inspiriert zu diesem Blogpost hat mich ein Gespräch mit Anna, das ich letzte Woche führte. Anna ist Schulgründerin und Vorständin, einer Schule, die das zweite Jahr besteht. Sie hat Anfang dieses Schuljahres nun endlich eine Pädagogin gefunden, die als Klassenlehrerin und als Schulleiterin an ihrer freien Schule bereit ist zu arbeiten. Paulina hat bisher noch keine Erfahrung an einer freien Schule, hat aber eine sehr gute Art mit den Kindern, so erläutert Anna das bei unserem Gespräch. Wie an vielen freien Schulen hat Paulina den Leitungstitel nur pro forma, da die Entscheidungen gemeinsam im Team getroffen werden sollen. Doch leider läuft das Miteinander nicht so richtig rund.

Seit einigen Wochen fällt auf, dass Paulina immer wieder Verhaltensweisen gegenüber Eltern zeigt, die die Eltern bevormunden und von oben- nach- unten behandeln. Nicht nur Anna, sondern auch andere Mitarbeiter*innen an der Schule sind irritiert und die ersten Stimmen wurden bereits laut, die verlangen, dass die Lernbegleiterin, die ja auch als Schulleiterin eingesetzt ist, die Schule verlassen muss, da sie nicht in die Kultur des Miteinanders passt.

Die Kultur des Miteinanders steht im Genehmigungskonzept, als gleichwürdig und respektvoll, es gab aber bisher keinn Prozess, das Genehmigungskonzept mit den nun an der Schule arbeitenden Menschen zu implementieren.

Die Vorständin suchte das Gespräch mit Paulina und fand klare Worte, dass sie eine konkrete Verhaltensänderung in Richtung eines gleichwürdigen und respektvollen Umgangs mit den Eltern erwartet. Verständlicherweise. Doch ist dieses Vorgehen zielführend, erfolgsversprechend und respektiert es die Gesprächspartnerin in dem Maße, das sich die Vorständin ja so sehr wünscht?

Generell möchte ich anmerken, dass Verhaltensänderungen langsam und in kleinen Schritten erfolgen, da unser Gehirn gerne Energie spart und unser Verhalten automatisiert. Eine Verhaltensänderung braucht jedoch viel Reflexion und Bewusstheit und ist ein richtiggehender Energiefresser.

Das nur am Rande, um zu verdeutlichen, dass ein einziges Gespräch wahrscheinlich nicht ausreicht. Ich würde tatsächlich einen Teamentwicklungsprozess vorschlagen und den vorliegenden Konflikt als Anstoß nehmen, die gemeinsame Kultur partizipativ zu entwickeln.

Könntee es in Zukunft für diese Schule ressourcenorientierter sein, bereits beim Bewerbungsverfahren auf die generelle Grundhaltung zu achten. Sicher, doch auch dafür braucht es eine Grundlage und die legt der besagte Teamentwicklungsprozess. Nur eine Vereinbarung, die von allen an der Schule aktiv sich einbringenden Menschen getragen und gelebt wird, ist eine nachhaltig aktive Vereinbarung.

Zurück zur Schulleiterin aus meinem Beispiel. Was könnten nun erste, wirkungsvolle Schritte sein, hin zu einer Lösung des bestehenden Konflikts und hin zu einer Klarheit bezogen auf das Verhalten der Erwachsenen an der Schule?

Folgende Fragen könnte sich die Vorständin stellen:

Warum zeigt Paulina das respektlose Verhalten?

– Merkt sie es selbst vielleicht gar nicht und hat hier einen blinden Fleck? Dann wird das Gespräch möglicherweise sehr schnell zum Erfolg führen, denn die klaren Worte der Vorständin erhellen den blinden Fleck und die Verhaltensänderung kann sofort aktiv werden.

– Hat die Schulleiterin keine Lust respektvoll zu sein, sieht sie es zum Beispiel nicht ein, weil ihr Rollenbild einer Pädagogin beinhaltet, dass sie es besser weiß, als die Eltern? Das würde bedeuten, dass tatsächlich bei der Einstellung etwas übersehen wurde, oder sogar ein Fehler gemacht wurde. Dann müsste eine Mindset-Änderung erfolgen, der erste Schritt wäre dafür, dass die Schulleiterin diese Änderung auch vollziehen will.

– Agiert sie im Stress so oder dann wenn sie unter Zeitdruck steht, wenn ihr alles zu viel wird? Das ist keine Entschuldigung, aber man hätte in diesem Falle einen sehr klaren und recht einfachen Ansatzpunkt für ein Gespräch, nämlich zu klären welche Stresspunkte gerade vorliegen und wie damit umgegangen werden könnte. („Was brauchst du, damit du das Verhalten nicht mehr zeigen musst?“)

Egal welcher der drei Gründe vorliegt, in jedem Fall liegt die Vermutung nahe, dass in der besagten Schule die Strategie (bestehend aus sieben Elementen, die ich weiter unten darstelle), noch nicht klar herausgearbeitet ist.

Warum die Beschäftigung mit der eigenen Strategie für jede Schule (nicht nur für die in meinem Eingangsbeispiel), entscheidend ist und welche ersten konkreten Schritte sinnvoll, ja sogar absolut essentiell sind, darüber schreibe ich im Folgenden:

Was ist die Strategie und wofür ist sie bei einer Schule essentiell

Eine Strategie ist ein genauer Plan, der dazu führt, dass man Ziele erreicht.

Jetzt hat eine reformpädagogische Schule ein besonderes Konzept, als Voraussetzung für die Genehmigung.

Dieses Konzept ist meist mindestens 30 Seiten lang und enthält viele Ziele.

Ziele, die noch keine konkreten Umsetzungsvorbilder haben, Ziele, die noch keine konkreten Entscheidungsrichtlinien bieten für den Alltag.

Zurück zum Bild der Nussschale:

Kein Wunder, dass die Menschen an der Schule schwimmen, wenn folgende Fragen nicht konkret beantwortet sind:

7 wichtige Elemente beim Aufbau einer Strategie

1. Was ist unsere Vision? Ohne Vision gibt es nämlich keine Strategie.

Das sogenannte „Vision Statement“ ist einer der zentralen Bestandteile einer guten Strategie. Dabei sollte man klar langfristig denken. Wohin soll die Reise der Schule hingehen, wo soll diese in 3, 5 oder mehr Jahren stehen?

Speziell hier sollte man darauf achten wirklich seinen eigenen Kern und seine eigenen Ziele herauszuarbeiten und sich damit über mehrere Stunden und Tage zu beschäftigen. Diese Vision ist dann die Grundlage für alle weiteren Schritte.

Ein gutes Beispiel ist die Vision der GLS-Bank:

Wir wollen das Geldsystem verändern, damit Geld für die Menschen da ist, nicht umgekehrt.

Wenn eine Schule ihre Vision festlegt, dann ist das dann sehr kraftvoll, wenn die Vision im täglichen Miteinander aktiv ist und allen Menschen an der Schule, ob neu oder alt, bekannt und präsent ist.

Es ist also entscheidend die Vision zum Leben zu erwecken und als Richtschnur und Grundlage zu benutzen.

Dann wirkt sie wie ein Magnet, der ausrichtend, klärend und verbindend wirkt.

Eine richtig starke Sache!

Das führt mich zum zweiten Punkt einer starken Strategie:

2. Die Mission – Klarstellen wer man ist

Im Gegensatz zu der Vision, die die Zukunft beschreibt, ist die Mission die Beschreibung was man als Schule darstellt.

Die Mission geht darauf ein, was einen einzigartig macht und worum man die Welt bereichert.

Etwas unternehmerischer ausgedrückt, könnte man auch sagen, die Mission beschreibt, womit man die Kunden glücklich macht. Dabei kann man sich jetzt überlegen, ob die Eltern oder die Kinder oder beide als Kunden betrachten möchte, die im optimalen Falle das Gleiche oder ähnliches wollen. Im nicht so optimalen Fall wollen die Eltern vielleicht etwas anderes als die Schule und das Kind/ der Jugendliche hat wiederum seinen eigenen Blickwinkel. Dann hilft die Klärung der Mission enorm, um das Vorgehen festzulegen.

Vielleicht spricht dich das Bild der Eltern/Kinder als Kunden nicht an und du möchtest für deine Schule dieses Verhältnis für dich anders beschreiben.

Kein Problem, doch lass es uns einfach halten: Ich finde das Bild einer Gemeinschaft, in der alle Ähnliches wollen, aber unterschiedliche Aufgaben und Rollen haben, sehr passend.

Das ist natürlich kein Selbstläufer, sondern dafür muss immer wieder etwas getan werden und klärende Konflikte, können die Richtschnur sein, um zu sehen, wo dieses sehr hohe Ziel noch nicht erreicht wurde.

Implizit ist in der Mission auch enthalten, wofür die Schule nicht steht, was sie nicht anbietet. Das halte ich persönlich für mindestens genauso wichtig. Oft ist es sinnvoll, auch bezogen auf die Nicht- Mission für Klarheit zu sorgen. Im Bereich Schule kann es sonst sehr leicht passieren, dass die Erwachsenen ein Bild von Schule haben oder entwickeln, das nicht mit der Mission übereinstimmt und stärker herauskommt, wenn Zeitmangel oder Stress am Wirken sind. Das liegt wahrscheinlich daran, dass wir alle sooo vielen Stunden an Regelschulen verbracht haben und unbewusst das wieder austeilen, was wir dort selbst eingesteckt haben. Vor allem, wenn wir unter Stress und Zeitdruck stehen und uns die Zeit nicht nehmen, zu reflektieren.

Ich empfehle in diesem Fall möglichst zeitnah die Diskepanz zur Mission anzusprechen. Das geht zum Beispiel gut mit den Worten „Mich iritiert….“ oder „Ich beobachte XY, das haben wir nach meiner Meinung anders vereinbart, nämlich so und so.“

Die positiv formulierte Mission wirkt stark klärend, reicht aber meiner Meinung nach noch nicht aus.

Ergänzend braucht es einen Prozess, der zum Ziel hat in eine gemeinsame Grundhaltung zu kommen. Dieser sollte die Mission ergänzen.

Ein gutes Beispiel für ein Mission- Statement ist das des Drogeriemarktes dm:

So wie ich mit meinen Mitarbeitern umgehe, so gehen sie mit den Kunden um– diese einfache und doch essentielle Erkenntnis liegt der Arbeitsgemeinschaft dm zugrunde.

Grundsätzlich ist es möglich die Vision und die Mission gemeinsam zu beschreiben und zu bearbeiten. Dabei sollte man aber klar abgrenzen, dass man beschreibt wo man jetzt ist, was man jetzt darstellt und was man alles unternimmt um sich in Zukunft auf seine Vision hinzubewegen.

3. Die Werte einer Schule

Indem man sich mit seinen Grundwerten beschäftigt, kann man auch schnell abgrenzen, was man für Werte als Schule/Unternehmen vertritt und welche man meidet. Dies ist auch fast wie eine Anleitung, wie man arbeitet um die eigenen Ziele zu erreichen.

Folgende Werte vertritt zum Beispiel mein Yoga-Studio:

– Glaube: Wir glauben an Yoga.

– Selbstironie: Das beste Mittel gegen ein starkes Egoproblem, ist über sich selbst lachen zu können.

– Gleichheit: Alle sind gleich und somit werden alle Teilnehmer vor, während und nach der Einheit gleichwertig betrachtet und respektvoll behandelt.

– Das einfache Sein: Yogis sind Menschen. Wir streben nach keiner Perfektion, die uns suggeriert wird, sondern wir sind stets bemüht das einfache Sein zu verkörpern und zu vermitteln

– Mut: Auch wenn „alles und alle“ dagegen spricht und sprechen, stellen wir uns die Frage: „Habe ich den Mut meinem Herzen zu folgen?“

……

Das als konkretes Beispiele für Unternehmens-Werte. Ja, aus einem anderen Bereich, vielleicht inspirieren sie euch dennoch für eure eigenen Werte. Ich finde Werte, die griffig und auch etwas eigenwillig (wie in meinem Beispiel) formuliert sind, sehr cool, da sie im Kopf bleiben. Oft wirken Werte austauschbar und damit wenig hilfreich.

Aus gut beschriebenen Werten lassen sich bereits erste Handlungsgrundsätze ableiten. Das macht die Werte greifbar und konkret.

4. SWOT Analyse

Ein wichtiger Teil der Strategie ist die Analyse. Um zu zu wissen wo man steht und was die eigenen Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken sind. Genau das ist die Aufgabe der SWOT Analyse. Damit werden systematisch die vier SWOT-Bereiche beleucht: Stärken, Schwächen, Chancen und Gefahren. Am besten funktioniert das mit möglichst vielen Mitgliedern der Schule, damit man eventuelle nicht so offensichtliche Schwachstellen oder Stärken besser erfassen kann. Es kann aber auch sinnvoll sein, mit einer gut gemischten Kerngruppe zu arbeiten, die dann das Erarbeitete der Gesamt-Gemeinschaft vorstellt und sie um Feedback und Ergänzung bittet.

Strengths – Hier beschreibt man die eigenen Stärken. Bspw. wo man besser ist als die Konkurrenz, welche Vorteile man hat etc. Das könnte bei einer freien Schule zum Beispiel die Selbständigkeit und die Potenzialentwicklung aller Menschen an der Schule sein.
Weaknesses – Hier führt man auf welche Schwächen es in der Firma gibt. Bspw. Nachteile, Probleme, Stolpersteine etc.oder wo wollen/können wir uns noch verbessern: Das könnte zum Beispiel die durchgängige Qualität der Weiterqualifizierung der Erwachsenen ander Schule sein.
Opportunities – Welche möglichen Chancen gibt es am Markt und wo gibt es Möglichkeiten sich zu entwickeln. Warum nicht Ausschau nach Kooperationspartnern halten, die ähnliche Werte vertreten und das eigene Angebot bereichern können?
Threats – Welche Gefahren können am Markt entstehen und worauf sollte man aufpassen. Was könnte hier in einer freien Schule wichtig sein zu beachten? Vielleicht verlassen immer mal wieder Familien die Schule, die sich etwas anderes von der Schule versprochen hatten und nun unzufrieden sind und im Umfeld der Schule diese Unzufriedenheit kundtun. Nicht nur sachlich, sondern sie nennen die Arbeit der Schule unprofessionell. Wie kann hier Schadensbegrenzung erfolgen?

Eine fundierte SWOT-Analyse ist unverzichtbare Basis im Strategieprozess.

5. Langfristige Ziele

Nachdem sich eine Schule intensiv mit der Vision, der eigenen Mission sowie seiner SWOT Analyse beschäftigt hat, sollte man sich auch Ziele setzen. In diesem Dokument versucht man in 3-5 Statements zu beschreiben wie man die eigene Vision konkret erreichen will. Dabei formuliert man die Pläne kurz aus, damit diese nachvollziehbar werden. Dieser Schritt hilft auch realistisch zu betrachten, in wieweit die Vision realistisch oder unrealistisch ist.

6. Ziele für jedes Jahr setzen

Anhand der langfristig gesetzten Ziele vom Punkt 5 empfiehlt es sich diese auf jährliche Basis runtrzubrechen.

Was müssen wir dieses Jahr erreichen, um unsere langfristigen Ziele zu erreichen? Was ist der gewollte Fortschritt dieses Jahr? Nur durch dieses Vorgehen kann man sicherstellen, dass die Schulentwicklung vorangeht, sich niemand überfordert und alle wissen, wo gerade die Prioritäten und Schwerpunkte liegen.

Diese Ziele kann man nach dem SMART Prinzip erstellen.

Specific – Einfache, klar definierte und relevante Ziele
Measurable – Ziele müssen messbar und vergleichbar sein
Achievable – Erreichbare Ziele setzen
Realistic – Ziele müssen realistisch und umsetzbar sein
Time-based – Die Ziele müssen klare Start-End-Punkte haben oder zeitlich abgrenzbar sein.

Schulen, die dies versäumen sind leicht zu erkennen.

Bei ihnen ist meist

  • keine klare Ausrichtung zu erkennen
  • der Teller übervoll und alle Menschen haben gefühlt die Zunge auf dem Boden, weil alle Aufgaben gleich wichtig erscheinen
  • kein Hand-in-Hand-Arbeiten spürbar

Ziele zu formulieren klingt banal und logisch. Es zu machen unterscheidet Schulen, die erfolgreich sind in der Umsetzung ihres Konzepts von denen, die davon ein bisschen und hiervon ein wenig machen. Das zweite Vorgehen führt dann dazu, dass ein schlingernder, unsicherer Kurs entsteht. Man tut und macht, kommt aber nicht so richtig vorwärts. Oft zeigt sich dieses Vorgehen in iner hohen Fluktuation der Mitarbeiter*innen: Es kommen hoch motivierte Menschen an die Schule, die richtig Lust haben etwas zu bewirken und die das Schulkonzept begeistert. Nach wenigen Monaten erscheinen sie müde und ausgebrannt. Sie erleben sich als wenig selbstwirksam und kündigen, um an eine Schuule zu wechseln, die strukturell kalr aufgestellt ist.

7. Aktionsplan erstellen

Das finale Herunterbrechen der Planung ist dann mit dem Aktionsplan, in dem konkretesten Level. Hier definiert man klare Tätigkeiten für die einzelnen Ziele im Jahr. Diese müssen je nach Komplexität der jährlichen Ziele auch dementsprechend detailliert erklärt werden. Speziell der Aktionsplan sollte auch für jeden leicht nachvollziehbar sein, damit Mitarbeiter*innen eine detailiierte Übersicht über die wichtigsten Aufgaben haben.

Das macht richtig Freude und begeistert. Am Jahresende kann man dann sehen, welche Ziele erreicht wurden und sich neue setzen oder noch nicht erreichte Ziele weiter verfolgen.

Das Wirken an der Schule wird wie ein Bild in einen schönen und passenden Rahmen gesetzt. Dieser schränkt die Kreativität nicht ein, sondern ermöglicht sie vielmehr.

Zusammenfassend möchte ich festhalten:

Es braucht gerade in einer freien Schule strategisches Denken.

Denn: Wer besondere Ziele hat, braucht auch einen konkreten Plan, um diese umzusetzen. Was meine ich mit besonderen Zielen? Damit meine ich, dass die Ziele einer freien Schule, egal nach welchem reformpädagogischen Konzept sie arbeitet, hohe Ziele sind, die wertebasiert sind, eine gute Kommunikationsfähigkeit brauchen und dann funktionieren, wenn alle an der Schule an einem Strang ziehen. Schnell wird die Kommunikation und die Richtung der Zusammenarbeit unklar, mühsam und uneindeutig. Das zu verhindern gelingt durch die Beschäftigung mit der Strategie.

Den Erfolg der Umsetzung des Genehmigungskonzeptes kann man doch nicht dem Zufall überlassen.

Das wäre fatal, oder?

Oft werde ich gefragt, wann es denn Sinn macht, sich mit der eigenen Startegie auseinanderzusetzen.

Denn am Anfang, wenn noch wenige Menschen involviert sind, kann man ja Vieles auf Zuruf klären. Es lohnt sich bereits in dieser Phase eine Strategie aufzusetzen, um den Punkt nicht zu verpassen, wenn die Zahl der Beteiligten einen bestimmten Punkt überschreitet. Dieser Punkt hängt nicht unbedingt nur von Anzahl der Menschen ab, sondern von vielen anderen Aspekten, wie der Kommunikation, der Wertgleichheit und wie viel Zeit man sich nimmt Prozesse gemeinsam aufzusetzen.

Zurück zu Anna und Pauline. Egal ob sich die beiden dazu entscheiden weiter zusammenzuarbeiten, oder nicht. Es lohnt sich für diese junge Schule den Konflikt zum Ablass zu nehmen und bewusst und grundsätzlich in den Strategieprozess einzusteigen.

Dabei wäre es sehr wünschenswert, wenn die Person, die die Schulleitung übernommen hat (egal ob nur formal oder tatsächlich) vom Strategieprozess überzeugt wäre und hinter ihm stünde. Sollten Anna und Paulina hier ein gemeinsames Ziel sehen, dann lohnt es sich meiner Meinung nach auf jeden Fall, der Zusammenarbeit noch eine Chance zu geben und auszuloten, was die gleichwürdige und respektvolle Zusammenarbeit der erwachsenen Menschen an dieser jungen Schule tatsächlich bedeutet. Im Moment und in Zukunft, für die Menschen, die die Gegenwart der Schule gestalten und für die, die ihre Zukunft füllen werden.

Damit eine sinnstiftende Klarheit entsteht, die die Zusammenarbeit und das Wirken an der Schule mit einem leichten Gefühl koppelt. Damit der Rahmen sich sicher anfühlt, auch wenn man neu ankommt, als Lernbegleiter:in oder als Eltern oder als Kind.

Dafür lohnt es sich, die sieben Aspekte dieses Blogposts zu berücksichtigen.

Danke fürs Lesen!

Deine Sandra

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Sandra Schumacher, Coaching Institut Begleitung Struktur Schulleitung Schulleiter Freie, Waldorf MontessoriSchule, Reformpädagogik

Sandra Schumacher

Sandra Schumacher ist die Gründerin des Instituts Wunder. Fliegen. Weiter. und blickt selbst auf 10 Jahre Schulleitung an einer freien Montessori-Schule zurück.

In ihren Blogartikeln schenkt sie dir spannende Einblicke in alltägliche Fragen von Schulleiter:innen und Führungspersonen an Schulen - und hilft dir, deine eigene Führung jeden Tag zu verbessern!

Erfahre mehr über uns!

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